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 ritual wenn es zur fährte geht 
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hallo!

als fährtenanfänger voller fragen im hirn ( Bild ) möchte ich gerne von euch wissen:

habt ihr ein bestimmtes ritual, das ihr vollzieht, wenn es zum abgang geht? wie sieht das aus? wie ist eure handbewegung und/oder was sagt ihr?

ich höre immer wieder, es sei so wichtig, ein ritual zu haben, dann weiß der hund sofort was sache ist.

danke euch vorab für zahlreiche Bild antworten. zum thema "ritual" hab ich auch über die suchfunktion noch nichts gefunden Bild


Mi 05 Jan, 2005 22:26
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Registriert: Do 30 Okt, 2003 10:58
Beiträge: 920
Hallo Agata,
bei mir sieht das Ritual in etwa so aus:
Hund kommt aus dem Auto (oder Haus, wenn wir vor der Haustür fährten) mit Geschirr, aber Leine am Halsband, wir gehen bis ca 10 m vor das Fährtenschild, dann wird die 10 m-Leine am Geschirr eingehakt. Darauf gehen wir bis 5 m vor's Fährtenschild, Grundstellung und Anmeldung (wenn ich allein Fährte quatsche ich irgendwas vor mich hin). Dann spreche ich den Hund an "So, wo geht's denn los?" und gehe zum Schild, wo ich dann ein sehr langgezogenes "Suuuch" sage.

Gruß
Biggi


Do 06 Jan, 2005 07:46
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Registriert: Mo 19 Apr, 2004 15:50
Beiträge: 52
Also bei mir sieht das Ritual wie folgt aus:
Der Hund bekommt, wenn wir losgehen, ganz normal das Halsband und Leine um. Dann gehen oder fahren wir ins Fährtengelände. Wenn der Hund im Auto bleiben kann, ziehe ich mir die Stiefel an und gebe ihr aus meiner Futterdose ein Leckerchen. Gehe ich zu Fuß, bekommt sie auch ein Leckerchen und ich binde sie dann so an, daß sie mir zusehen kann.

Hole ich sie dann zum Fährten ab, wird ihr erst im Fährtengelände die Fährtenleine angelegt. Früher als ich bei ihr noch mit Geschirr gefährtet habe wurde auch erst dann das Geschirr angelegt.

Was sich auch als nützlich erwiesen hat, sind bestimmte Taschen, die immer zum Fährten mitgenommen werden. Darin kannst du deine ganzen Sachen unterbringen und der Hund weis dann immer das es in die Fährte geht. Hatte das bei meinem ersten Hund so gemacht (hatte da noch kein Auto). Hatte ihn dann angebunden und die Tasche dann so ca. 10-15 Schritte vom Abgang deponiert. Bin dann mit dem Hund zur Tasche, als er Platz konnte, mußte er sich bei der Tasche hinlegen und habe ihn dann "fertig" gemacht. Bei der Prüfung lag die Tasche immer am Rand vom Fährtengelände und so wußte der Hund immer was los ist. Sah er die Tasche wußte er ganz genau wohin wir gehen.

Das Rituale für manche Hunde wichtig sind, zeigt folgendes Beispiel.
Ein Vereinskollege ging mit seinem Hund regelmäßig fährten. Die Betonung lag auf gehen. Der Hund zeigt eine sehr ansprechende Fährtenarbeit. Am Tag X wurde der Hund mit dem Auto ins Fährtengelände gefahren, mußte im Auto warten. Als er dann Fährten sollte, sprang er glücklich über den Acker und war nicht zu bewegen den Abgang anzunehmen. Das zeigt uns, das der Hund nicht wußte, was man von ihm wollte.

Also versuche von Anfang an ein Ritual einzusetzen, damit der Hund in Stimmung kommt, und auch weis was du von ihm willst. Mache kein riesigen Bohei, sondern durch immer gleiche Abläufe und Routinen schleifen sich die Routinen ein. Und wichtig ist auch, diese Routine am Tag der Prüfung beizubehalten. Und nicht nur weil der Prüfungsleiter oder Richter drängen, Hektik aufkommen zu lassen und den Hund in Stress zu versetzen.

Gruß
Fadia


Do 06 Jan, 2005 13:49
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Registriert: Mo 19 Apr, 2004 15:50
Beiträge: 52
Also bei mir sieht das Ritual wie folgt aus:
Der Hund bekommt, wenn wir losgehen, ganz normal das Halsband und Leine um. Dann gehen oder fahren wir ins Fährtengelände. Wenn der Hund im Auto bleiben kann, ziehe ich mir die Stiefel an und gebe ihr aus meiner Futterdose ein Leckerchen. Gehe ich zu Fuß, bekommt sie auch ein Leckerchen und ich binde sie dann so an, daß sie mir zusehen kann.

Hole ich sie dann zum Fährten ab, wird ihr erst im Fährtengelände die Fährtenleine angelegt. Früher als ich bei ihr noch mit Geschirr gefährtet habe wurde auch erst dann das Geschirr angelegt.

Was sich auch als nützlich erwiesen hat, sind bestimmte Taschen, die immer zum Fährten mitgenommen werden. Darin kannst du deine ganzen Sachen unterbringen und der Hund weis dann immer das es in die Fährte geht. Hatte das bei meinem ersten Hund so gemacht (hatte da noch kein Auto). Hatte ihn dann angebunden und die Tasche dann so ca. 10-15 Schritte vom Abgang deponiert. Bin dann mit dem Hund zur Tasche, als er Platz konnte, mußte er sich bei der Tasche hinlegen und habe ihn dann "fertig" gemacht. Bei der Prüfung lag die Tasche immer am Rand vom Fährtengelände und so wußte der Hund immer was los ist. Sah er die Tasche wußte er ganz genau wohin wir gehen.

Das Rituale für manche Hunde wichtig sind, zeigt folgendes Beispiel.
Ein Vereinskollege ging mit seinem Hund regelmäßig fährten. Die Betonung lag auf gehen. Der Hund zeigt eine sehr ansprechende Fährtenarbeit. Am Tag X wurde der Hund mit dem Auto ins Fährtengelände gefahren, mußte im Auto warten. Als er dann Fährten sollte, sprang er glücklich über den Acker und war nicht zu bewegen den Abgang anzunehmen. Das zeigt uns, das der Hund nicht wußte, was man von ihm wollte.

Also versuche von Anfang an ein Ritual einzusetzen, damit der Hund in Stimmung kommt, und auch weis was du von ihm willst. Mache kein riesigen Bohei, sondern durch immer gleiche Abläufe und Routinen schleifen sich die Rituale ein. Und wichtig ist auch, dieses Ritual am Tag der Prüfung beizubehalten. Und nicht nur weil der Prüfungsleiter oder Richter drängen, Hektik aufkommen zu lassen und den Hund in Stress zu versetzen.

Gruß
Fadia


Do 06 Jan, 2005 13:52
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Hallo zusammen.
Wir haben nicht direkt ein Ritual, aber doch schon ein paar Handlungen die notgedrungen immer gleich sind.
Wenn ich den Hund dann zum Fährten aus dem Auto hole mache ich direkt die Fährtenleine ans Geschirr (unsere 3 tragen eigentlich immer Geschirr), aber da sie meist im Auto warten mußten während wir legen waren, wissen sie eigentlich eh schon was Sache ist. Dann gehst denn Weg lang und bevor ich aufs Fährtengelände abbiege (naja, eher direkt nach dem Abbiegen) gibts eine Grundstellung, wo dann in einer Prüfung auch die Anmeldung käme. Dann gehts bis zum Abgang, da kommt im Normalfall nochmal en Sitz und dann ein Langezogenes Such.
Ich hatte eigentlich nie das Gefühl das unsere selbst ohne diese Rituale nicht genau wüssten was Sache ist und das es erst beim Such wirklich losgeht wissen sie auch...
Viele Grüße
Nina mit Lex, Crazy und Aris


So 09 Jan, 2005 16:42
danke euch für eure antworten. war interessant zu lesen, auf welche verschiedene art und weise ihr ans fährten geht Bild


Zuletzt geändert von Gast am So 09 Jan, 2005 17:24, insgesamt 1-mal geändert.



So 09 Jan, 2005 17:24

Registriert: Mo 19 Apr, 2004 15:50
Beiträge: 52
Hallo Nina,

seit der neuen PO muß man mit dem Hund nach der Anmeldung beim Richter direkt zum Abgang ohne vorherige Grundstellung.

Nur als Tip für die Zukunft.

Gruß
Fadia


Mo 10 Jan, 2005 15:45
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Hallo Fadia.
Kannst du mir sagen wo in der PO das steht, habe das nicht gefunden.
Ich habe nach der neuen PO eine FPr1 gemacht, da war die Grundstellung kein muß, aber ich durfte...
Viele Grüße
Nina mit Lex, Crazy und Aris


Mo 10 Jan, 2005 16:57

Registriert: Di 31 Dez, 2002 19:30
Beiträge: 1885
So wie Fadia schreibt:
nach der neuen PO muss man nach der Meldung direkt zum Abgang - und direkt heisst nicht nochmal anhalten oder ablegen.
Es gibt Richter die tolierieren es nach wie vor, sollte es der LR aber ziehen hat er Recht!
tschau Juschka


Mo 10 Jan, 2005 17:58
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Hallo Labbi!

Ob ein Ritual vor der Fährte Sinn macht, hängt sehr stark vom Hund ab. Bei meinem versuche ich alles, um ein Ritual zu vermeiden, versuche den Ablauf vom Auto auf die Fährte immer möglichst anders zu machen. Er steht sehr hoch im Trieb und hat leichte Nervenprobleme, so dass er, wenn ich immer den selben Ablauf machen würde, er total überboarded, was für eine ruhige konzentrierte Fährtenarbeit nicht gerade förderlich ist.
Hatte bis jetzt noch nie Probleme, dass er eine Fährte nicht angenommen hätte.

Liebe Grüsse

Dalia


Mo 10 Jan, 2005 23:46
Beta-Tier
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Registriert: Do 08 Jan, 2004 21:38
Beiträge: 646
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Ich habs bisher auch ähnlich wie Dalia gemacht. Das heißt, eher versucht den Hund abzulenken. Sie merkt natürlich wenns zur Fährte geht (mit dem Auto zum Acker, Gummistiefel an und ich gehe alleine weg, dann weiß sie schon was kommt). Das hatte zur Folge, dass sie, sobald ich sie dann aus dem Auto lasse, Nase runter und wie wild zum nächst besten Acker zieht, ich konnte nicht mehr gesittet zum Fährtenacker laufen. Außerdem hats mich gestört, dass sie, vor allem, wenns ein längerer Weg ist, die ganze Zeit durch intensives Schnuffeln versucht eine Fährte zu finden. Hab dann irgendwann mal angefangen mit ihr einen längeren Spaziergang mit viel Spiel zu machen und laufe den Fährtenbeginn eher zufällig an. Jetzt schnuffelt und zieht sie wenigstens erst dann wenn ich den Acker betrete (bis zum Beginn sinds dann noch so um die 20-30 Schritte. Kurz vor Beginn mache ich eine Grundstellung und dann darf sie los (bin mir darüber im Klaren, dass ich die Grundstellung später noch weiter nach vorne zum Weg hin verlegen muß!!)
Gruß, Onja


Zuletzt geändert von Onja am Di 11 Jan, 2005 00:03, insgesamt 1-mal geändert.



Di 11 Jan, 2005 00:02
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Hallo Onja

Ich habe auch das Problem , daß die Hündin ganz verrückt zur Fährte zieht u. die Nase nur auf dem Boden ist. Ich mache jetzt immer vorher einen zehnminütigen Spaziergang vor der Fährte, wo sie frei laufen kann u.sich dadurch schon etwas abreagiert hat.
Dann gehe ich erst zum Ansatz.
Mfg.

Wirri


Do 20 Jan, 2005 00:59

Registriert: Mi 19 Nov, 2003 20:56
Beiträge: 139
Früher hatte ich Folgendes Ritual:

Hund ins Platz schicken, dann die Fährtenleine auswickeln und auf Länge auslegen.

Mittlerweile verzichte ich daruf. Wenn meine Hunde die Fährtenleine sehen wissen die genau was abgeht - das reicht als "Ritual".

Vorher wird kurz auslaufen gelassen, dann Arbeitskette und Fährtenleine dran, und ab geht's.

_________________
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."


Sa 22 Jan, 2005 18:59
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Ich bin der Meinung, dass ein Ritual sehr wichtig ist, um seinen Vierbeiner auf seine Aufgabe einzustellen. Das Bedeutet, nicht nur bei der Fährtenarbeit sondern vor beginn einer Bestimmten aufgabe z.b. auch bei der Rettungshundearbeit und mantrailing etc......

Allerdings sollte man daruaf achten, dass man bei einer Prüfung dieses Ritaul beibehält, da wenn man dieses nur in der Prüfung wegläßt und ansonsten anwendet irritiert man seinen Hund. Folge es können schlechtere Leistungen erziehlt weden.

Gruß
Elke


Sa 22 Jan, 2005 20:24
Hallo,
bei den Junghunden wie auch bei den PO Hunden und beim Einsatz mache ich ein Vorbereitungsritual.
Beim Junghund lass ich den Hund beim Leben zuschauen und schneide zuvor auf der hintern Stosstange bei den HundeBoxen die Wurst in kleine Stücke. Nach der Liegezeit nehme ich den Junghund mit hoher Motivation aus dem Auto und werfe ihm bis zum Abgang einige Wurstrugeli ins Gelände. Diese lasse ich suchen und fressen und gehen anschliessend unter starkem Zug und hoher Motivation zum Abgang. Das Wurstauslegen mache ich vor jedem Abgang also auch an der Prüfung, nätürlich vor dem Anmelden. Ich glaube, dass dabei das Riechhirn aktiv wird, ist eigentlich immer aktiv, aber der Schlüsselreiz kan ich gut setzen.
Gruss Erwin


So 23 Jan, 2005 12:02
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