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 Wie bekommt man die Nae runter? 
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Registriert: Fr 27 Aug, 2010 19:31
Beiträge: 12
Wohnort: Pforzheim
Hallo, ich habe da ein Problem.
Mein Merlin ist wenn er Stöbern darf sehr triebig und hartnäckig im Suchen und Finden der versteckten Gegenstände.

Es sei gesagt, das er früher nur stöbernd suchte. Jetzt da wir aber aus organisatorischen Gründen die Sportart gewechselt und es nun auch aufs Fährten ankommt, Suche ich einen weg ihm das Suchen mit tiefer Nase schmackhaft zu machen.

Leider verweigert er das angebotene Futter egal welcher Art fast gänzlich. Wenn er also suchen soll, und er vom Abgang an gerechnet mehr als 2m tief sucht ohne den Gegenstand zu finden,geht die Nase sofort hoch.

Ich würde nur zu gern eine IPO1-Prüfung machen.Leider ist das bisher wegen seiner Sucherei nicht möglich.

Wie also kann ich ihm das Fährten schmackhaft machen? :gruebel:
Bin zu JEDER noch so unkonventionellen Art des Arbeitens bereit.

Hoffe nun mein Problem vernünftig vergetragen zu haben. Denn was das Fährten angeht bin ich Anfänger.

Hilfesuchende Grüße Bernd


Fr 27 Aug, 2010 20:39
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Registriert: Do 04 Jun, 2009 22:08
Beiträge: 997
Wohnort: Brunow (MOL)
Hallo Bernd,

also aus meiner Sicht werdet Ihr am Anfang ohne Futter nicht so recht glücklich werden. :gruebel:

Probiere mal die ganz leckeren Sachen wie Fleischwurst, Geflügel-Leber, -Herzen, -Magen, etc..

Vor allem würde ich in Eurer Situation auf weichen Acker gehen, wo man tiefe Tritte hinterlässt, damit Dein Merlin die Sache mit der Bodenverletzung lernt, denn darum gehts im Fährtensport!

Beginnen würde ich auf 'nem kleinen Viereck (1 x 1 m). Austreten und auf der ausgetretenen Fläche Futter verteilen.
Setze ihn dort an und lasse ihn machen, denn so lernt der Hund:
Bodenverletzung = Futter; keine Bodenverletzung kein Futter!

Wenn er das hat, würde ich bald zu 'nem Trichter-Ansatz übergehen und aus dem hinaus erst mal nur 5 bis 10 Schritte legen (die leckeren Sachen in den Hacken jedes Trittes, damit er mit der Nase da hinein MUSS, um sie zu finden), dann den Jackpot (Futterdepot, Katzenfutter, Lieblingsball, o.ä.).
Du bist kurz hinter dem Hund und HÄLTST ihn, damit er die Nase in jeden Tritt steckt (notfalls mit einer Hand halten, mit der anderen zeigen).
Wenn er so'n "Triebschwein" ist, nimm Dir lieber jemanden dazu der ihn hält, während Du ihm die Futterstücken zeigst.
Wenn er das verknüpft hat, dass in jedem Tritt was sein könnte und er mit der Nase auch jeden Tritt kontrolliert, dann seid ihr erst mal auf dem richtigen Weg.

Viel Spaß Euch Beiden, ich hoffe bei Euch im Süden gibts ein paar Ackerflächen, wo man drauf kann.

_________________
LG Ralf

...und Kira auf der Regenbogenwiese


Sa 28 Aug, 2010 00:21
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Registriert: Fr 27 Aug, 2010 19:31
Beiträge: 12
Wohnort: Pforzheim
Ok das heißt dann wohl alles auf Anfang. In meiner alten OG wurde mir das auch so gezeigt.

Auch wir haben am Ende nen "Jackpot" plaziert. Leider habe ich da wohl was falsch gemacht..
Den wie schon erwähnt, setzt er alles daran den Gegenstand/Jackpot zu finden.

Leider eben auf die Ihm schnellstmögliche Art. Ich habe am Gegenstand mit dem Klicker bestätigt und ihn so über das Verweisen zum Jackpot geführt.
So nun ist meiner Meinung nach entweder der Trieb auf den Jackpot zu groß oder das Verlangen nach dem Futter zu gering.
Ich bekam auch schon den Rat mit "Zwang" zu Arbeiten. Sehe dies aber in Verbindung mit der Sucherei eher kontraproduktiv.

Schließlich hat das in meinen DRK-Zeiten schon bei der Flächensuche mit den mir unterstehenden Hunden nie funktioniert.
Was ich suche, ist eine Möglichkeit ihm den Weg zum Ziel als eigentliches Ziel schmackhaft zu machen. Wie gesagt er ist nur schwer mit Futter zu begeistern(leider nicht verfressen).


Sa 28 Aug, 2010 08:54
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Registriert: Di 31 Dez, 2002 19:30
Beiträge: 1885
Für einen stöbernden Hund, der gelernt hat "egal wie", aber Hauptsache "ankommen" solltest Du Dir wirklich hinten über den Jackpot Gedanken machen.
Wenn er Futter wirklich nicht annnimmt (wäre das einfachste wie auch Ralf geschrieben hat) kannst Du es evtl. noch mit Bällen o.ä. versuchen, wenn er spielt. Das quasi als Bestätigung einsetzen, irgendeine ganz kleine Beute, damit der Hund nur mit tiefer Nase drüberstolpert (dann aber auch nicht in flachem Gelände, sonst sieht er alles).

Damit der Hund auch nicht gleich kapiert, dass Du mit ihm Fährten möchtest kann es sein, dass Du die ganze Situation erstmal auflösen musst, also z.B. die Futterquadrate relaxt aus dem Liegestuhl im Garten o.ä.. Dann erst langsam eine Fährte aufbauen, evtl. auch ohne Leine im Garten. Ich befürchte, dass der Hund bei bekannter Situation (Fährtengelände, Leine, Gummistiefel) von selbst zum rasen anfängt, daher erstmal ausprobieren wie er relaxt arbeiten würde, wenn er die Situation nicht kennt.

tschau juschka


Sa 28 Aug, 2010 09:11
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Ich würde sogar erstmal nur noch Quadrate suchen, also gar keine Fährten, eben um aus dem Schema herauszukommen. Und um den Hund in den Fressmodus hineinzubringen!
Also ca. 2 Wochen jeden Tag mehrere Quadrate...

LG Andrea


So 29 Aug, 2010 10:27
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