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 Schleppfährte und schrittweises re-li-Pendeln 
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Beta-Tier
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Registriert: Do 08 Jan, 2004 21:38
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Durch Bettinas derzeitigen Thread angeregt, ist mir ein Thema wieder eingefallen das mich schon länger interessiert hat.

Bei der Schleppfährte habe ich die Geruchsspur ja nicht zwingend in den Fußspuren sondern eher mittig dazwischen.
Jetzt hatte ich mir vor langer langer Zeit mal überlegt ob es Sinn machen würde, statt das Schleppgut= Endbelohnung zu schleppen, am Abgang mit beiden Schuhen (Absatz oder Sohle) darauf zu treten und damit eine schrittweise re/li-Spur zu legen. Jetzt verdünnt sich natürlich die Geruchsspur auf diese Weise zwangsläufig.
Aus meiner Sicht ist das
-zum einen ein Nachteil: Bezüglich des natürlichen Suchverhaltens (zb verfolgen einer Wildspur) ist diese Geruchsverdünnung von alt zu neu (= zur Beute/abgelegtes "Schleppgut") widernatürlich.
-zum anderen ein Vorteil: Schleppgeruch nimmt ab und Geruch der Fußspur/Bodenverletzung gewinnt mehr an Bedeutung und Hund könnte verknüpfen Geruch Bodenverletzung führt zur "Beute".

Dazu meine Frage: Hat jemand mit sowas schon mal Erfahrung gesammelt oder auch vielleicht einfach theoretische Ideen?
- würde sowas generell Sinn machen? und
- könnte eine solche Vorgehensweise das Erlernen des schrittweisen re-li-Pendeln bei Schleppen vereinfachen, falls einem das wichtig ist?
(Ich bin nämlich immer noch am überlegen wie ich später mal einen evtl. Nachfolgerhund im Fährten aufbauen würde).

Lg, Angela


Sa 17 Jun, 2017 16:55
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Grundsätzlich bin ich überhaupt kein Schlepp-Fan.
Wenn ich einen Tip geben sollte, würde ich allerdings eh niemals schleppen, sondern tupfen. Also das Schleppgut immer genau in den Fußabdruck tupfen, damit erstens die Verknüpfung mit der Bodenverletzung durch den Schuh entsteht und somit eben auch fürs Pendeln.

M.E hat Schleppe einen ganz gravierenden Nachteil: Der Hund hat null Grund, langsam zu fährten. Und das bekommt man später auch nicht mit vielen Winkeln hin.


Zuletzt geändert von Schnuppernase am So 18 Jun, 2017 12:16, insgesamt 1-mal geändert.



Sa 17 Jun, 2017 19:29
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Registriert: Mi 01 Aug, 2007 23:58
Beiträge: 2102
Wohnort: Kempen, NRW
Genau diese Problematiken habe ich für mich etwas durchdacht.

Da ich das Fährten so an fange, dass die Fährte eh aus Hacke an Spitze gesetzten Fußabdrücken besteht - also eine "durchgezogene Linie" dar stellt - habe ich anfangs schonmal kein Problem damit, dass die Schleppspur nicht mit der Bodenverletzung überein stimmt.

Zusätzlich werde ich auf die gezogene Schleppe von Anfang an Futterstücke legen. Nicht so viele wie bei der Futterfährte, also beileibe nicht in jeden Tritt, aber genug, um den Hund nicht zum völlig hirnlosen nach-vorne-rasen zu verleiten.

Ich werde relativ schnell dazu über gehen, die Schleppe durch Tupfen zu ersetzen. Dann kommt auch irgendwann der Zeitpunkt, wo ich meine Tritte zwar noch voreinander in einer Linie, aber mit Abstand setze. Da tupfe ich dann in die Tritte.

(Der Umstellung auf versetzte Tritte mache ich eh erst nach bestandener FPr1 und kein Hund hatte damit bis jetzt Probleme).

Angela, über deine Idee hatte ich auch mal nach gedacht, aber relativ schnell verworfen, da ich glaube, dass sich der Anreiz - der Geruch in den Tritten - zu schnell so stark verdünnt, dass ein Junghund keinen Anreiz mehr im Fährten sieht und zu früh an fängt, zu faseln, zu stöbern, hektisch zu werden.

Evtl. kann man das damit kompensieren, dass man vom Abgang immer nur wenige Schritte geht, dann wieder ein "Depot" auf der Fährte hat, wo erneut auf dem Schleppgut rum getrampelt wird (also genauso wie am Abgang) und die Spur damit aufgefrischt. Die Abstände zwischen diesen Depots kann man dann sukzessive verlängern.

Aber ein wenig habe ich da einfach die Befürchtung, dass das nach "Hundelogik" den Hund verwirren könnte. Man müsste das einfach aus probieren.

_________________
Gruß Bettina


Sa 17 Jun, 2017 20:22
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Registriert: Do 08 Jan, 2004 21:38
Beiträge: 646
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Ich danke euch beiden für's "von-der-Leitung-Schubsen". Natürlich, :klatsch: - in die Schritte tupfen, da hätte ich jetzt eigentlich auch selber drauf kommen können...

Tja, das andere wäre auch zu einfach gewesen, muss ich mir doch Gedanken zur Lege-Technik machen, das nach hinten verdrehen pack ich rückentechnisch nicht, vor allem nicht beim "schnüren".

Bin mir ja auch noch nicht sicher ob ich überhaupt mit Schleppe arbeiten werde, ich bin halt kein Freund von "Futter in jedem Schritt" da das bei keinem meiner Hunde geklappt hat, Futter-Depots super, aber in jedem Schritt, trotz Nase dran nicht angenommen und wenn ich's "erzwingen" wollte, Hektik, Unsicherheit, Demotivierung usw.

Von daher will ich halt - diesmal rechtzeitig - noch ein paar mögliche Methoden sondieren.

Aber die Methode die du dir für Fussel ausgedacht hast, Bettina, gefällt mir eigentlich ganz gut. Das könnte für mich passen - aber ich hab ja noch viel Zeit, ist ja noch kein Nachfolger da.

Lg, Angela


So 18 Jun, 2017 08:43
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Sabberschnute hat geschrieben:

Da ich das Fährten so an fange, dass die Fährte eh aus Hacke an Spitze gesetzten Fußabdrücken besteht - also eine "durchgezogene Linie" dar stellt - habe ich anfangs schonmal kein Problem damit, dass die Schleppspur nicht mit der Bodenverletzung überein stimmt.

Zusätzlich werde ich auf die gezogene Schleppe von Anfang an Futterstücke legen. Nicht so viele wie bei der Futterfährte, also beileibe nicht in jeden Tritt, aber genug, um den Hund nicht zum völlig hirnlosen nach-vorne-rasen zu verleiten.

Ich werde relativ schnell dazu über gehen, die Schleppe durch Tupfen zu ersetzen. Dann kommt auch irgendwann der Zeitpunkt, wo ich meine Tritte zwar noch voreinander in einer Linie, aber mit Abstand setze. Da tupfe ich dann in die Tritte.
So wie du es beschreibst, finde ich es gut. Also WENN es schon sein muss, dann so.


So 18 Jun, 2017 12:18
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