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 Zu schnell, Leckerlis unwichtig 
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Registriert: So 17 Jan, 2016 15:49
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Dann will ich auch gleich mal unser Problem schildern.

Ich habe Angel (Dt. Drahthaar) mit 13 Wochen geholt und nach ein paar Wochen Eingewöhnung mit dem Fährten begonnen.
Nachdem sie die Ansatz immer überflogen ist (im wahrsten Sinne des Wortes) sind wir nochmal einen Schritt zurück und haben einfach nur das Viereck geübt.
Mit Futter in der Hand bekomme ich sie auch wesentlich ruhiger zum Ansatz als früher, welchen sie mitlerweile auch schön absucht.
Aaaaber dann... :roll:

Sie ist einfach zu schnell. Von den Leckerchen läßt sie mind. die Hälfte liegen. Derzeit lege ich in etwa jeden 5-10 Fußstapfen etwas.
Ihr ist das Suchen einfach viel wichtiger als die Leckerlis. Selbst wenn ich stehen bleibe und sie ausbremse, tippelt sie von links nach rechts und versucht noch mehr zu ziehen... weil da gehts doch weeeiiiteeeeeer. :grins: Da wird das Leckerchen noch uninteressanter.

Bögen haben wir versucht, aber das ist ein einziges geeier, da sie ja die Leckerlis nicht wirklich interessieren.
Ist sie einmal kurz runter von der Fährte, geht sie von sich aus nicht weit weg, sondern sucht sich immer wieder rauf.

2 Ideen hätte ich noch, aber ich weiß nicht ob das richtig ist und ob es was bringt.
Das erste wäre einfach wirklich MEIN Tempo gehen, egal wie sie zieht und zerrt. In der Hoffung, das sie irgendwann von alleine langsamer wird, weil sie merkt, das sie durchs ziehen auch nicht schneller voran kommt. Die Leine dabei möglichst kurz.

Oder die Korrektur über die Leine. Entweder kleine Leinenzupfer, oder evtl. an 2 Leinen suchen?!
Aber mir wurde früher gesagt, auf der Fährte niemals mit der Leine korrigieren.

Ich möchte nicht, das sich dieses Verhalten noch weiter festigt.

Mit den Gegenständen haben wir gerade separat begonnen, ohne Fährte.

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Liebe Grüße, Martina mit Angel und Cookie


Mo 18 Jan, 2016 20:55
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Registriert: Di 31 Dez, 2002 19:30
Beiträge: 1883
Es gibt nur zwei Varianten:
entweder ohne Futter suchen, wobei ich beim Anfänger meist davon abrate, denn der Hund muss ja schon erstmal kapieren warum er sucht und man ja nur das Problem umgeht.
Oder eben durchsetzen, dass er langsam macht und auch das Futter aufnimmt. Es passiert oft, dass die Hunde am Anfang übereifrig sind und wenig interessiert am Futter, das liegt aber an der noch nicht vorhandenen Sorgfalt. Also einerseits nicht rumziehen lassen ist sowieso richtig, aber andererseits auch mit der Leine zuppeln um dem Hund klarzumachen, wer die Spielregeln vorgibt.
Schau Dich mal im Forum um, zum Thema langsam machen und Futter fressen gibt es Dutzende Threads, da sind alle Ja - Nein oder vielleicht ausführlichst diskutiert.
Wenn dann noch Fragen sind, dann lege nochmal los.

vg
juschka


Mo 18 Jan, 2016 21:00
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Registriert: So 17 Jan, 2016 15:49
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Wohnort: Greifswald
Ich danke Dir schon mal für die Antwort.

Ganz weglassen wollte ich die Leckerlis auch nicht. Wenn sie ab und an mal eins findet, nimmt sie es mit. Aber in jedem Fußstapfen... würde sie niemals aufsammeln. Ich hatte mal bei einer Fährte, in größeren Abständen immer mal so 2-4 Leckerlis gelegt, da hat sie einen schnell mitgenommen und die anderen liegen lassen.

Drauf bestehen das sie das Leckerli mitnimmt, hab ich ja schon versucht. Je länger ich darauf warte das sie das leckerchen mitnimmt umso mehr will sie weiter und das Leckerchen wird vollkommen ausgeblendet.

Ich habe ja schon mal mit einem Hund gefährtet. Vieles vergißt man ja irgendwie, aber ich weiß noch ganz genau, das ich fast waagerecht an der Leine hing, also mit Kopf nach hinten und tiefe Rinnen in den Acker gezogen habe, weil sie so sehr in der Leine hing. :grins:

Aber ist es wirklich so, wenn man immer sein Tempo geht, der Hund irgendwann langsamer wird? Maja wurde früher etwas langsamer, aber trotzdem noch irgendwie zu schnell, das sie gerne mal einen Winkel überlaufen hat.

Also würde an der leine zuppeln nichts machen? ich meine, suchen muß sie ja alleine, ich ziehe sie dann ja nicht die Fährte entlang.

_________________
Liebe Grüße, Martina mit Angel und Cookie


Mo 18 Jan, 2016 21:15
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Registriert: Mi 01 Aug, 2007 23:58
Beiträge: 2102
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Bei mir hats bei jedem Hund, den ich selbst oder mit ausgebildet habe, etwas gebracht. ICH gebe das Tempo vor und Basta. Plus, je nachdem wie es der Hund verträgt, kleine Leinenrucke.

_________________
Gruß Bettina


Di 19 Jan, 2016 06:53
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Registriert: So 21 Feb, 2016 13:39
Beiträge: 4
Habe genau das selbe Problem. Habe einen 2 Jahre alten Hovawart.
Am Anfang war das Futter noch interessant. Er suchte Fussabdruck für
Fussabdruck und nahm das Futter auf. Um so öfter wir auf Fährte gingen
umso schneller wurde er. Wenn er die Fährtenleine sieht dreht er schon hoch.
Am Ansatz ist er kaum zu halten. Habe mit Kreisfährten angefangen.
In der erste Runde rennt er, die zweite ist dann ruhiger und er nimmt das Futter
auf. Probiere jetzt auch Futterdepots aus. Ich lege öfters eine ganze Handvoll
auf die Fährte. Er frisst dann mehr und in der nächsten Runde verspeist
er alles. Habe auch Druck gemacht, das er langsam zum Ansatz läuft.
Das Ende war er kriecht zum Ansatz oder legt sich hin.
Nehme auch keine Fährtenleine mehr, sondern las ihn an der normalen Leine suchen.


Viele Grüße
Cara :lachen: :dog:


Do 25 Feb, 2016 16:58
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Registriert: Mo 10 Dez, 2007 12:41
Beiträge: 578
[quote="cara2013............... Habe auch Druck gemacht, das er langsam zum Ansatz läuft.
Das Ende war er kriecht zum Ansatz oder legt sich hin.
Cara :lachen: :dog:[/quote]

Dann hast Du wohl über das Druck machen vergessen ihm zu buchstabieren, das Meiden keine Option ist.
Lediglich das befolgen Deiner Spielregeln, inklusiv der Fährtenleine, vermeidet Unannehmlichkeiten.
Du willst nicht das er liegt, erkläre es ihm. Vergiß aber nicht das sofortige Lob, wenn er zuhört.


Do 25 Feb, 2016 20:16
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Beiträge: 1883
und wenn du nicht möchtest dass er auf der fährte rennt, dann lass ihn nicht rennen, ganz einfach

vg
juschka


Do 25 Feb, 2016 22:31
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Registriert: So 17 Jan, 2016 15:49
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Wen das sooo einfach wäre...
Hat bei uns nicht funktioniert.

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Liebe Grüße, Martina mit Angel und Cookie


Fr 26 Feb, 2016 19:03
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Registriert: Mo 10 Dez, 2007 12:41
Beiträge: 578
Drahti hat geschrieben:
Wen das sooo einfach wäre...
Hat bei uns nicht funktioniert.

Wenn man gegen den Willen des Hundes arbeiten muss, ist das nie einfach. Da die Burschen Meister im manipulieren der Zweibeiner sind und für sich erfolgsorientiert arbeiten, ist dann schon Konsequenz und Durchsetzungsvermögen gefragt.
Ich weis, wovon ich rede, baue einen Hund mit AKZ FH 2 seit Oktober komplett um. Es ist nicht einfach................


Fr 26 Feb, 2016 19:52
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Registriert: Di 31 Dez, 2002 19:30
Beiträge: 1883
Drahti hat geschrieben:
Wen das sooo einfach wäre...
Hat bei uns nicht funktioniert.


Glaube ich nicht, ich denke entweder war der Hund sturer, oder Du hast mit seinem Widerstand ne gute Ausrede gefunden.... :schuechtern:

vg
Juschka


Fr 26 Feb, 2016 21:09
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Registriert: So 17 Jan, 2016 15:49
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Wenn ich sie bremse, versucht sie zu den Seiten hin auszuweichen und die Leckerlis werden so vollkommen uninteressant. Das ist ein einiges geeier und Kräfte messen. Dann will sie noch mehr nach vorne. Zug erzeugt Gegenzug. Hab ich bei meiner vorherigen Hündin gemacht, sie ist zwar etwas langsamer geworden, aber eigentlich trotzdem noch zu schnell, so das sie gerne mal Winkel überlaufen hat.
Bei Leinenrucken legt Angel sich hin, ist verunsichert und sucht nicht mehr.

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Fr 26 Feb, 2016 21:47
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Beiträge: 1883
Zug soll ja auch nicht sein, das soll ja kein Kraftgemeier werden.
Und du musst ja keine irren Leinenrucke geben, sondern sie mit Geruckel nur stören.
Im Regelfall macht nicht der Hund die Fehler. ...
Wenn sie sich hinlegt, ignorieren, weiterschicken und vollkommen unbeteiligt und sachlich bleiben, war ja schließlich gar nichts.
Aber wer zieht und schnell ist muss es aushalten dass man als HF die Regeln vorgibt, ich nehme an du lässt dich beim Spazieren gehen auch nicht hinterherschleifen?


Vg
juschka


Fr 26 Feb, 2016 22:26
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Registriert: Mo 10 Dez, 2007 12:41
Beiträge: 578
Drahti hat geschrieben:
Bei Leinenrucken legt Angel sich hin, ist verunsichert und sucht nicht mehr.


das ist doch das Problem: sie zeigt dieses Verhalten und ist damit erfolgreich, da von Dir nicht der Hinweis kommt- hinlegen ist keine Option, Ausgang geht nur durch die Tür weitersuchen.
Warum soll sie denn aus dem Komfortzone " hinlegen " raus, wenn Du das akzeptierst und abbrichst.
Das man - je nach Hund - dabei auch mal etwas deutlicher werden muss, schreckt immer wieder HF ab.
Aber wie Juschka ja ausführte, das muß emotionslos und sachlich erfolgen, nicht unter dem Gesichtspunkt des Kräftemessens und der Verärgerung.
Vor allem muss man dann auch auf dem Sprung sein und eine Verhaltensänderung von Meiden in Arbeit , sofort positiv und wieder auch sachlich begleiten.
Der Hund lernt doch im Konflikt " Schwarz/Weiss "


Sa 27 Feb, 2016 16:03
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Registriert: Di 15 Sep, 2015 18:51
Beiträge: 135
Wohnort: Lüneburger Heide
Colonia hat geschrieben:
Wenn ......
Ich weis, wovon ich rede, baue einen Hund mit AKZ FH 2 seit Oktober komplett um. Es ist nicht einfach................[/
Zitat:


Interessant wäre zu hören, wie es Dir bis jetzt gegangen ist, bei der Umstellung.

Gern auch in einem neuen Thema, dann kann man wieder mal nachfragen.

Gruß
Regina


Sa 27 Feb, 2016 16:59
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Registriert: Mi 01 Aug, 2007 23:58
Beiträge: 2102
Wohnort: Kempen, NRW
Das - der Hund bricht seitlich aus, will nicht mehr nach vorne, legt sich hin, Leckerchen werden uninteressant - habe ich schon soooo oft gehört bei zu schnellen Hunden...

Und IMMER war die einzige Lösung dennoch: Tempo gibt der HF vor, weiter geht es nur durch Suchen, andere Strategien vom Hund werden nicht akzeptiert.

Du solltest aber nicht erwarten, dass Du den Hund innerhalb von 10 Fährten in den Griff bekommst, häng ne Null dran, bei absoluter Konsequenz, und dann kommst Du der Sache näher.

_________________
Gruß Bettina


Sa 27 Feb, 2016 18:48
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