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 Warum sind nur die Winkel schlecht? 
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Registriert: So 10 Apr, 2005 16:38
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na das liest sich doch gut!

was mich interessiert: warum hast du sie vom jackpot weggezogen?

lg claudia


Fr 21 Sep, 2012 19:04
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Registriert: Mi 01 Aug, 2007 23:58
Beiträge: 2102
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Das war auch etwas, was ich von Föry übernommen hatte.

Er empfiehlt aus zweierlei Gründen, den Hund den Jackpot nie restlos leer fressen zu lassen:

1. Triebsteigerung

2. Damit der Hund niemals die Fährtenarbeit von alleine beendet. Der Hund soll immer noch weiter machen wollen, nie von selber sagen "so, jetzt reicht's".

(Neue) Möglichkeiten zur Triebsteigerung bei 'ner Dogge sind bei mir stets willkommen und werden ausprobiert. Es hat auch hervorragend gefunzt.

Auch der 2. Punkt hat seine Logik, der ich folgen konnte.

Isetta ist allerdings ein unglaubliches Freßschwein und gierig wie zehn Dinosaurier. Ich glaube daß ihr Wissen, daß ich ihr am Triebziel durch das Wegziehen immer etwas Streß machte, hat sie auf der Fährte zunehmend ebenfalls gestreßt - wenn ichs recht überlege sind die Winkel schlechter geworden als ich das Futter auf der Fährte auf Null reduziert habe. Zu dem Zeitpunkt wird ihr der Jackpot (logischerweise) zunehmend wichtig geworden sein. Jetzt, wo sie scheinbar langsam darauf vertraut daß ich ihr nichts streitig mache, kann sie entspannter suchen, hat keinen Streß mit mir im Hinterkopf und ich denke deswegen hat sie den Kopf wieder komplett frei und kann 100% ihrer Konzentration für die Fährte verwenden- und die Winkel.

Ja, ich bin ein guter Theoretiker :lachen: Mal gucken ob die Praxis mich nicht bald wieder Lügen straft... :cool:

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Gruß Bettina


Fr 21 Sep, 2012 21:57
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Registriert: So 10 Apr, 2005 16:38
Beiträge: 809
lach - ich finds ja extrem wichtig, daß man versucht dahinter zu kommen, was wann mit hund los ist.

ich hab das mit dem endjackpot nie so gehandhabt - und würde auch nicht auf die idee mit wegnehmen kommen.

mein "gedankliches konstrukt" für den endjackpot ist allerdings auch eher der jagderfolg - und welcher jäger würde sein beutetier nicht komplett vertilgen, solange er noch hunger hat?

ausserdem: ich kenn das ergebnis von konkurrenz um ein ziel bei meinen hunden. wenn Q und U-Man hinter einem ball oder stock herlaufen, so lässt U-Man immer Q den vortritt. und damit rennt er schon meist garnicht so ambitioniert los. ganz anders, wenn ich alleine für ihn ball werfe. für mich würde das auch für die motivation mit dem endjackpot stimmig sein: wenn isetta weiss, daß da am ende zwar was ist, sie es aber eh nicht wirklich haben darf, warum soll sie dann noch wirklich drum kämpfen. grade wenn zwischen euch klar ist, daß sie dir die beute nicht streitig machen würde (was ja bezüglich eurem allgemeinen verhältnis zueinander sehr sehr positiv wäre).

spannend, woran man alles denken sollte, wenn man bestimmte dinge nutzt ;-)


Sa 22 Sep, 2012 11:10
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Ja genau - deswegen suchte ich hier ja vor Allem nach dem "Warum" :mrgreen:

Wobei ich das Streitig machen / wegnehmen in Bezug auf die Motivation nicht so tragisch finde. Sie durfte ja immer den Löwenanteil fressen, nur eben nicht bis zum letzten Rest. In der UO ist es ja ähnlich, da bekommt die Hund die Beute zur Belohnung, aber letztendlich steckt die zum Schluß immer der HF ein.

Ich finde es ist IMMER wichtig zu verstehen warum man einen Hund wie auch immer ausbilden kann, nur dann kann man auch auf Nuancen eingehen und einzelne Punkte verbessern / ändern / was auch immer.

Einfach nur nach Schema oder Anweisung ausbilden ist dagegen schlecht, dann scheitert man an der ersten Hürde.

Vielleicht hilft es ja dem Ein oder anderen der ähnliche Probleme hat, dafür ist das Forum ja da.

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Gruß Bettina


Sa 22 Sep, 2012 11:20
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Registriert: So 10 Apr, 2005 16:38
Beiträge: 809
Sabberschnute hat geschrieben:
Wobei ich das Streitig machen / wegnehmen in Bezug auf die Motivation nicht so tragisch finde.


jein ... mein jüngster rüde macht einen sehr ansprechenden schutzdienst.

allerdings gibt er mir alles ab und mit mir würde er nie ernsthaft um die beute kämpfen.
ich werde also den teufel tun, im schutzdienst irgendwelche ansprüche geltend zu machen.
und das wäre für mich auf der fährte mit allen meinen hunden, was futter anbelangt, das gleiche. denn für mich hat trieb auf etwas - und steigerung des triebes auf etwas - auch damit zu tun, daß der hund die positive erfahrung macht, daß er bekommen kann, wenn er sich entsprechend anstrengt.

futter wegnehmen gab es bei mir bisher sehr sehr selten und nur bei meinem ältesten rüden. nach schlechter arbeit. bei ihm hat das dann bei der nächsten fährte für intensiveres arbeiten gesorgt. ich bin mir aber nicht sicher, ob er mir nicht die mittelkralle zeigen würde, wenn ich ihm jedesmal (unabhängig von der qualität seiner arbeit), die beute streitig machen würde.


Sa 22 Sep, 2012 11:59
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Beiträge: 2102
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Wie gesagt, Claudia: Ich nehme ihr ja nicht das Futter weg. Ich lasse sie nur nicht auffressen (bzw. lies). Ich finde schon, das ist ein Unterschied.

Und natürlich muß man bei jeder Ausbildungsmethode schauen, daß diese zum Hund paßt. Ich glaube daß ich bei einer sehr triebigen Gebrauchshundrasse das Streitig machen nicht unbedingt empfehlen würde.

Föry und Krüger haben damit unbestritten große Erfolge, bei mir wars im Aufbau auch sehr gut, auch wenn ich es jetzt vielleicht einstelle.

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Gruß Bettina


Sa 22 Sep, 2012 18:56
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Registriert: So 10 Apr, 2005 16:38
Beiträge: 809
hallo bettina,

mir ging es schon um diesen einen satz. durchaus aus dem zusammenhang gerissen für leute, die eben sich gedanken darüber machen, ob es etwas für sie sein würde.

den hund nicht auffressen lassen hat für mich etwas von beute streitig machen.

und nein - ich habe keine triebige gebrauchshunderasse. ich habe drei herren einer begleithunderasse, die aber zu was zu gebrauchen sind ;-)

lg claudia


So 23 Sep, 2012 02:34
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