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 Passt das noch so? 
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Registriert: Mo 10 Dez, 2007 12:41
Beiträge: 578
Ein Riesenschnauzer :lachen:


Do 23 Aug, 2012 07:26
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Registriert: So 10 Apr, 2005 16:38
Beiträge: 809
arveldis, für 100 schritt brauchst keine monatelange vorarbeit.

ich beginne schon beim welpen (10 - 12 wochen) mit einer 100 schritt fährte. enge schritte. das ist der anfang. auf dieser längeren strecke mit futter hat der hund die gelegenheit zu begreifen, was da mit ihm passiert - was da passiert. meine erfahrung - mit (mittel-)schnauzern - ist, daß eine kurze fährte dem hund garnicht gelegenheit gibt zu begreifen, was das da mit der nase unten und dem futter zu tun hat. grade wenn der hund dann zwischendrin auch mal kurz vorstürmt, weil "da liegt ja futter".

200 schritt müsstest du innerhalb von 4 - 5 fährten aufgebaut bekommen. und dann immer weiter - nicht jede fährte länger, auch mal wieder kürzer - aber kontinuierlich verlängern.

es ist - meine erfahrung - auch extrem wichtig, den hund nicht zu langweilen. und ihre nase haben die hunde ja seit geburt. die können damit ne menge. 20 schritt sind für die nix.

liebe grüsse,

claudia


Do 23 Aug, 2012 07:31
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Registriert: Mi 06 Jun, 2012 17:56
Beiträge: 50
Hui doch so flott. Ich mute meinem Hund da wohl etwas wenig zu.

Aber diese Fährten dann nur geradeaus oder schon bereits mit Schlangenlinien etc? Natürlich erst dann wenn der Hund verstanden hat um was es geht ist eh klar. Aber wenn er jetzt schon mal halbwegs gerafft hat, dass es um die Spurensuche geht, könnten dann doch schon mal stumpfe Winkel dabei sein oder?

Dass er mit seiner Nase schon so einiges anstellen kann bewies mir ja das Stöbern nach Futter und Spielzeug wobei er da gegenüber anderen Hunden zwar schon sucht aber irgendwann auch mal wieder aufhört. Andere Wauwis mit denen wir zusammen sind, suchen da schon wesentlich intensiver und vor allem ausdauernder. Wobei sich das bei ihm mittlerweile auch schon gesteigert hat, da ich ihm dann mal das ein oder andere Erfolgserlebnis nach langem Suchen (und ich wusste, da liegt nix mehr) beschert habe.

Die Fährte muss ich leider heute allerdings ins feuchte Gras legen :( Die beiden ungeodelten Acker sind heut gekalkt worden :(


Do 23 Aug, 2012 17:40
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Registriert: Mo 13 Aug, 2012 09:23
Beiträge: 18
Wohnort: Syke
Hallo,

ich hab von Anfang an Bögen und stumpfe Winkel eingebaut. So müssen sie eben gründlich suchen, und das auch gleich ab der 1. Fährte. Außerdem können sie so gleich lernen, dass man nicht immer nur parallel oder quer zur Saatspur o. ä. sucht und dass sich auch die Windverhältnisse mal ändern.

Grüßli, Anja


Do 23 Aug, 2012 18:13
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Registriert: Mi 06 Jun, 2012 17:56
Beiträge: 50
Huhu,

bin voll stolz und muss echt sagen, dass das Fährten mir sauviel Bock beschert :)

Hab eine Fährte ins Gras (50 Schritt) gelegt. Auf jeden Schritt wieder Leckerli. Sie lag sogar ca. ne halbe Stunde weil ich mit ihm dann nochmal ne Runde zum Entleeren gegangen bin. Schrittlange war kurz.

Dann wie immer: Fuß laufen bis 1 Meter vor Ansatz (er schnuffelte schon aber das hab ich ihm nicht durchgehen lassen), absitzen lassen und erstmal hocken lassen. Bis er mich lange angesehen hat. Und dann geschickt. So konzentriert wie heut hat er ja beileibe noch nie gesucht.
Zweimal hat er das Suchen eingestellt und ich hab solange gewartet bis er selbstständig wieder die Suche aufgenommen hab. Zwischendrin gabs halt öfter mal bei langsamem, schrittweisen Absuchen ein mündliches Lob. Größtenteils war die Leine locker und bei den zwei Malen wo er das Suchen eingestellt hatte lags am starken Zug und von mir dann mal ein leichtes Ruckeln, dass er sich nicht ganz reinhängt.
Am Ende habe ich dennoch wieder einen Jackpott hinterlassen. Eine Dose/Gegenstand muss ich ja erst aufbauen.

Wie macht ihr das am Anfang mit dem Leinenzug? Schon leichten Zug drauf lassen, also quasi Verbindung zum Hund haben? Oder eher ganz locker lassen und dann beim Überrennen gleich reagieren.

Die Fährte hat mir selber auch sehr viel Bock beschert weils eben auch für mich nicht gleich wieder aus war :o) und er hat ja wirklich bis auf die zwei Male bei denen er stockte nicht einmal die Nase oben gehabt.

Hach :o) bin immer noch total durch den Wind :o)

Danke euch schonmal für die Hilfe :)


Do 23 Aug, 2012 21:22
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Registriert: Di 31 Dez, 2002 19:30
Beiträge: 1885
Also meine bescheidene Meinung:
1) dito: Fährtenlänge rauf auf 100-200 Schritte - am Anfang wird man sehen, dass der Hund sich nach der Hälfte ruhig einsucht und damit auch lernt, dann wird es einige Meter früher sein und so langsam wird er von Anfang an vernünftig suchen...der Hund braucht eine Chance zum suchen. Trau Deinem Hund was zu, jetzt hast Du wieder "nur" 50 gemacht...
2) Jackie-Labi...sei mir nicht böse: Kombination von Trieb, Terrier, Nasenveranlagung und Futtergeil - fordere Deinen Hund und lass ihn arbeiten
3) Die Schritte sollten so lange sein, dass der Hund eine Chance hat das Futterstück runterzuschlucken, bevor er beim nächsten Schritt angekommen ist, sonst wird er dazu neigen, dieses liegenlassen und zum nächsten zu hechten. Und somit kann ich den Hund durch zubbeln dann auch am Schritt halten, damit er das Futter aufnimmt -wenn er frisst, Leine locker, damit er zum nächsten Schritt kommt. Gezubbelt wird, bevor er frisst bzw weitermöchte, aber nicht mit Vollzug, während er frisst, sonst wird er nicht nach vorne gehen sondern seitlich ausweichen bzw. den Kopf hochnehmen (nach vorne ist ja bäh...also muss es ja woanders hingehen...).

4) Stoppelfeld ist für einen Junghund arg schwierig, dann lieber eine Pause machen. Es ist ja auch kein Problem mal 4 Wochen Pause zu machen, das wird immer mal passieren wegen Urlaub, Arbeiten oder sonstwas. Der Knackpunkt ist danach nicht weiterzumachen und die Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, sondern den Hund dort abzuholen wo er dann noch ausbildungstechnisch steht und das Geforderte sicher beherrscht, und das ist i.d.R. ein, zwei oder gar vier Schritte vorher als vor der Pause...

tschau juschka


Do 23 Aug, 2012 21:23
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Registriert: Mi 06 Jun, 2012 17:56
Beiträge: 50
Ich wollte ihn ja jetzt nicht gleich von 20 auf 100 raufsetzen. Aber jetzt nach den 50 Schritt gibts dann eine 100 Schritt-Fährte. Wollte halt alles richtig machen und letztlich dann doch falsch angefangen.

Vollen Zug brauch ich bei ihm ja eh nicht machen, da er dann komplett aufhört.

Wie verfährt man denn wenn der Hund keinen Bock mehr zum Suchen hat? Aufhören oder zuende zwingen?


Do 23 Aug, 2012 22:46
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Registriert: Do 04 Jun, 2009 22:08
Beiträge: 992
Wohnort: Brunow (MOL)
Wenn der Hund keinen Bock mehr hat, hat der HF ihn nicht ausreichend motiviert. ;-)

Es ist besonders am Anfang schwierig das richtige Maß zu finden (Länge, Schwierigkeiten, Motivation, Trieb), wenn keiner dabei ist, der schon Erfahrungen hat.

Irgendwann kommt aber auch der Punkt, wo man dem Hund klar machen muß, dass das Ganze kein Spiel, sondern Arbeit ist.
Da muß dann auch mal 'ne Ansage her, aber das Wichtigste ist dann, den Hund gleich wieder aus dem Loch zu holen!

Da seid Ihr aber noch nicht und beim Fährten muß der Hund immer ankommen WOLLEN.

_________________
LG Ralf

...und Kira auf der Regenbogenwiese


Fr 24 Aug, 2012 08:04
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Registriert: Mo 10 Dez, 2007 12:41
Beiträge: 578
Arveldis hat geschrieben:

Am Ende habe ich dennoch wieder einen Jackpott hinterlassen.

Wie macht ihr das am Anfang mit dem Leinenzug? Schon leichten Zug drauf lassen, also quasi Verbindung zum Hund haben? Oder eher ganz locker lassen und dann beim Überrennen gleich reagieren.



1)Wieso dennoch??????? Wofür arbeitet Dein Hund eigentlich?
Für Dich bestimmt nicht, er ist nämlich von Natur aus Egoist. Was ihm dient, wird er gerne weiter verfolgen. Nach meiner Sicht am Ende Riesenparty, er ist ja angekommen!

2) Da mein Hund sehr führerweich war, bevorzugte er die Anlehnung. Das darf man nicht mit ziehen verwechseln und unterbinden! Aber jeder Hund ist anders und der HF muß lernen, seinen eigenen Hund zu lesen.

Daher: alles was ich hier äußere hat bei meinem Hund nachweislich fuktioniert. Ob es bei anderen klappt, steht immer auf einem anderen Blatt. Es sind nur Gedankenspiele, keine Dogmen.


Fr 24 Aug, 2012 08:50
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Beiträge: 50
Auf der ersten Seite hats mal geheißen, keinen Jackpott am Ende zu nehmen weils den Hund dann dorthin erst recht zieht.

Anlehnung ist das passende Wort. Genau das meinte ich mit der Verbindung.

Eigentlich ist es ja schön, dass jeder Hund individuell ist. Aber das ist dann auch das Problem mit Tipps. Bei manchen funktionieren sie, bei manchen nicht. Den Jackpott lasse ich auf jeden Fall, denn unterwegs hat er die Hähnchenherz-Scheiben ja eigentlich eher aufgesaugt als gefressen (kommt dann doch der Labbi mal durch).

Noch eine Frage: tägliches Üben ist eher kontraproduktiv? Ich lass es ja eh, wenn ich merke, dass er sich gar nicht konzentrieren kann oder durch den Wind ist. Bei dem Wetter momentan ist er öfter mal schlapp und wird dann auch erst abends munter wenn die Sonne weg ist. Das beachte ich jetzt am Anfang halt ein wenig oder kann man das auch mehr oder weniger vernachlässigen?


Fr 24 Aug, 2012 10:14
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Registriert: Mo 10 Dez, 2007 12:41
Beiträge: 578
Tja, mit den Tips ist das wie im richtigen Leben :grins:
Ansonsten: am Anfang würde ich garantiert nicht jeden Tag gehen ( später auch nicht ). Er soll sich zunächst wohlfühlen und fährten ist jetzt darf, nicht muss, das kommt später mal, wenn Leistungsfähigkeit und Wissen bei ihm vorhanden ist. Dann darf es auch schon mal Arbeit sein, wie auch schon mal auf Prüfungen.
Aber das ist ein anderes Kapitel, wie trainiere ich meinen Hund auf den Punkt :lachen:

OT: in 7 Tagen voraussichtliche Landung :knuddel:


Fr 24 Aug, 2012 10:40
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Beiträge: 2102
Wohnort: Kempen, NRW
Jeder Hund ist anders... alle meine Hunde waren optimal motiviert, wenn ich nicht mehr als 2, höchstens 3 mal pro Woche fährten gegangen bin.

Isetta ist anders... die kann jeden Tag - auch mehrfach - die ist einfach nicht totzukriegen!

_________________
Gruß Bettina


Fr 24 Aug, 2012 11:00
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Registriert: So 10 Apr, 2005 16:38
Beiträge: 809
@sabberschnute - bettina, dann hat sie DAS definitiv nicht vom papa ... wenn sie anders ist ;-)

@colonia - ich will fotos! (vorallem von der ersten fährte!)

@arveldis - ich arbeite mit jackpot von welpen an und bin damit sehr zufrieden. am anfang ist in der enddose das gleiche futter, wie in den fusstapfen (um ein wenig den jackpot-effekt abzumildern). sobald ich anfange futter abzubauen (was ich recht früh mache), gibts bei mir am schluss was für den hund sehr hochwertiges.


Fr 24 Aug, 2012 11:22
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Registriert: Mo 10 Dez, 2007 12:41
Beiträge: 578
I`ll do my very best :lachen:
Das wird aber nicht vor 2. Novemberhälfte!


Fr 24 Aug, 2012 11:27
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Registriert: Mi 06 Jun, 2012 17:56
Beiträge: 50
Mini-Update:

letztens hamma die 100-Schritt-Fährte ganz gut absolviert. War ausnahmsweise auf einem frisch aufkeimenden Acker gewesen.

Timo war danach schon ziemlich alle und die Fliegen und Bremsen haben ihn genervt. Deshalb hat er auch ab und an gestockt, nahm allerdings die Fährte wieder auf.

Ich legte ihm Schlangenlinien und zwei Winkel als Kurven. Und er meisterte es wirklich hervorragend. Die Pendelbewegungen waren immer schöner zu sehen und ich musste ihn wesentlich weniger zurückhalten, da er von sich aus jeden Tritt von hinten nach vorn abgesucht hat.

So macht das Spaß :) die nächste Fährte mach ich dann aber wieder nur 75 Schritt lang. Aber Hühnchenherz für ne 100-Schritt-Fährte ist allerdings auch schon in der Tiefkühlung :-P wir sind ja flexibel ...


Sa 01 Sep, 2012 15:48
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