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 zugeschneite Fährte 
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Registriert: Do 19 Mär, 2009 10:07
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Mich würde hier mal folgendes interessieren;

Ich war am Samstag an unserer zweiten FH97-1 Prüfung. Es hatte in der Woche zuvor geschneit(ca. 10cm).
Am Samstag war es ca. -5 Grad, Himmel leicht bedeckt und es war eine sehr starke Bise.

Fährte auf einer eingezäunten Wiese, Abgang + 1 Schenkel (ca. 200 Schritt) mit extremem Seitenwind, dann gegen den Wind 90Grad Winkel.

Als wir zum Abgang kamen ,hat man rein gar nichts mehr gesehen von einer Fähret und auch die Gegenstände waren mit ca. 6cm Schnee bedeckt. Die sehr strake Bise hatte in 1,5 Stunden die ganze Fährte seitlich zu gedeckt mit Schnee. Die, die den Abgang mit Rückenwink/Gegenwind hatten, konnte man die Fährte noch sehr gut sehen, bis sie in den Seitenwind kamen und auch dort die Fährte weg war.

Mein Hund hat die Fährte zügig aufgenommen und ist auch nicht schlecht auf dem ersten Schenkel geschnüffelt. Nach ca. 100 Schritt bekam er Probleme und er hob ein wenig die Nase. Da die Verleitung rechts paralell ca. 10m neben unserer Fährte entlang führte und die starke Bise auch noch von rechts nach links zog, brachte der Wind den Geruch der Verleitung direkt in die NAse meines Hundes. Er zog dann direkt seitlich in die Verleitung und war auch nicht mehr weg zu bekommen, da man diese Fährte noch sehr gut roch und auch sah. Fazit; Abbruch und noch tolle 6 Punkte :pokal:

Auch die anderen 2 Hundeführer hatten auf der gleichen Höhe einen Abbruch, hatten jedoch die Verleitung auf der anderen Seite.

Jetzt meine Frage;

- Könnte es sein, dass ja nach ca. 100 Schritt der erste Gegenstand kam, die Hunde diesen in der Nase hatten, jedoch unter 6cm Schnee ihn nicht erruieren konnten und somit anfiengen zu kreisen und von der Fährte weg zu ziehen?

- Kann ein Hund, der die Nase nicht wirklich ganz tief hält, eine Fährte unter 6cm Schnee überhaupt noch erschnüffeln?

- Kann der Hund einen Gegenstand unter 6cm Schnee noch finden, wenn er die Nase nicht wirklich ganz tief durch den Schnee zieht?

- wie sieht es mir der Hundenase aus, wenn der Hund bei -5Grad und extremer Bise eine Schneefährte erschnüffeln muss. Ist das nicht enorm schwer so viel eiskalte Luft einzuschnüffeln? Und ein Hund schnüffelt ja enorm heftig und intensiv auf der Fährte?

Was meint ihr, ist es überhaubt machbar eine solche Fährte auszuarbeiten?


Mo 24 Jan, 2011 10:48
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Hallo,

das hört sich auf alle Fälle seeehr schwierig an und auch wenn man den Syrotuck ("Hund, Geruch und Fährte") zur Hilfe nimmt, um sich da theoretisch heran zu tasten, wird's nicht einfacher:
    - Bei 10 cm Schneedecke dürfte die Bodenverletzung vernachlässigbar sein
    - Bei - 5°C dürften auch fast alle Körperbakterien nach 1,5 h ihre Aktivitäten eingestellt haben
    - Die menschlichen Hautschuppen mit ihrem Eigengeruch sind bei den Temperaturen, der daraus folgenden Bekleidung des FL und dem starken Wind sicher nicht so stark auf der Fährte vertreten (mit abnehmender Konzentration daneben/verweht)
    - Einzig die GS dürften unter dem lockeren Schnee noch Geruch abgeben, aber der Weg dahin...???

Lawinenhunde können unter mehreren Metern Schnee noch Menschen erspüren, aber unter einer Lawine bleibt die Geruchsquelle unverändert da. Diese Hunde brauchen also "nur" die Stelle mit der höchsten Geruchskonzentration zu finden (der Weg zum Ziel ist zweitrangig).
Das sieht auf einer Fährte etwas anders aus... Da sind sicherlich andere Suchmethoden (z.B. Stöbern) angebrachter, was sich aber nicht mit einer Fährten-PO vereinbart.

Ich bin mir sehr wohl im Klaren, dass unsere Hunde im Stande sind einiges zu leisten und dass wir sie sehr häufig unterschätzen, aber ein Sport(-fährten)hund ohne große Erfahrung unter solchen Bedingungen dürfte da an seine Grenzen stoßen.
Wohl gemerkt unter Einhaltung eine PO-konformen Suchstils...

Mal sehen, was andere so meinen.

_________________
LG Ralf

...und Kira auf der Regenbogenwiese


Mo 24 Jan, 2011 13:05
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Hallo Tanja

ich war ja auf der gleichen Pruefung in der Klasse 3:
die hunde, die eine voellig von Schnee zugeblasene Faehrte hatten, hatten keine Chance. Dort wo die Biese nicht hinkam, oder nur mal 10-20m verdeckt hatten, sind die hunde durchgekommen; man hatte dann jeden Tritt gesehen, die GS waren sichtbar.

Der Schnee wurde zum Teil wie ein Dach ueber die Fussstapfen gebaut und dann weiter ueberdeckt.

Mein Start war direkt an der Bundesstrasse nach Bern, absolut nichts mehr sichtbar und mit braunem Dreck/ Streusalz im ersten Schenkel von der Strasse ueberdeckt. Zu Gunsten des Hundes habe ich mich sofort fuer einen Abbruch entschieden, weil ich bei diesen Bedingungen keine Chance sah.
Somit konnte ich Puschel kuerzer in der Leine fuehren, loben und unterstuetzen, die FLin ist mitgekommen, trotz super Plan, und guten Anhaltspunkten mittels Kreuztechnik, war sie zum Teil auch sehr ratlos...erstaunlich war trotzdem, dass Puschel nach den Streusalzlagen zu suchen begonnen hatte, den ersten spitzen Winekl super nahm uand auch den 2 fast ohne Probleme, und dann wie auf Schienen, man hat echt nichts gesehen - ausser die Verleitung war sichtbar - alles gemacht hat bis zum Bogen (Omega-analgae) dort hat er sich dann fast aufgegeben, aber nach viel hin und her, hat er wieder was gefunden - ein Gegenstand , den wir zwischen den Vorderfuessen ausgegraben hatten...den letzten Winkel hat er erkreist und irgendwie sogar den letzten GS gefunden, der wieder unter dem Schnee total zu war...

Fazit: die Hunde scheinen was zu riechen, und auch die GS unter dem Schnee sind nicht unbedingt das Problem, wenn es locker und flockig drueber ist, aber hier war es leichter Schnee / Eis der ein Dach gebaut hatte und fast "hermetisch das dicht absiegelte.

War trotzdem stolz, guter Puschka..hat wohl statt 0 Punkte 5 Sympathiepunkte bekommen

Schade fuer die Veranstalter, weil dort immer alles so toll organisiert ist....

LG
Nicole

PS: bei den Lawinen hunden ist das was anderes: da liegt ein Rucksack, oder ein Mensch: gaaanz viel Geruch..und man hat auch Mikro"Austritts"oeffnungen im Schnee


Mo 24 Jan, 2011 14:33
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Also mir ist aufgefallen, das alle Hunde (Die, die ich gesehen hatte) die mit Seitenwind starten mussten, ziemlich schnell einen Abbruch hatten. Die Hunde die mit Rücken/Gegenwind starteten gut weg kamen, bis sie in den Seitenwind mussten und dort dann einen Abbruch hatten. Ich war bei den Dreier auch schauen gegangen und auch dort hatte die ganze Gruppe einen Abbruch. Ist schon heftig gewesen:) Ich finde es auch sehr schade für den Verein, da ich weiss das sie tolle Prüfungen machen. Vor allem der Fährtenläufer tat mir auch sehr leid, denn er hatte sich bestimmt sehr viel Mühe mit der Fährte gegeben.
Also ich nehme auch mal an, das mein Hund (3,5 Jährig) für solche Verhältnisse noch nicht die Erfahrung hat und es für ihn extrem schwer war.
Aber mal schauen was sonst noch für Antworten kommen, bin gespannt.


Mo 24 Jan, 2011 16:01
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Nicht ohne Grund ist eine Prüfung bei uns bei geschlossener Schneedecke nicht möglich.

Es gibt zwar auch bei uns schon so Oberschlaumeier die argumentieren, sobald irgendwo ein Hälmchen noch rausschaut aus der Schneedecke, ist diese nicht mehr geschlossen, aber das ist natürlich dummes Zeug...

Ich würde so eine Prüfung gar nicht melden bzw. zurückziehen.

_________________
Gruß Bettina


Mo 24 Jan, 2011 17:13
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Also wer alles Deine Fragen zu 100% korrekt beantworten kann wäre der Super-Schlaumeier - denn so 100%ig weiss ja niemand was ein Hund wann noch riechen kann. Das meiste kommt aus Spekulation, gepaart mit praktischen Erfahrungen und leider viel zu wenig wissenschaftlichen Material. Syrotuck hat einiges zu dem Thema versucht darzustellen (Ralf schrieb es ja bereits) und ein anderer hat relativ viele Versuche zum Fährten & Wiederfindung ausprobiert (allerdings mit nicht speziell trainierten Diensthunden, so dass dessen Aussagen so auch nicht korrekt sind, da z.b. das Können von Mantraillern völlig aussen vor bleibt, die gab es damals noch nicht).

balu02 hat geschrieben:

- Könnte es sein, dass ja nach ca. 100 Schritt der erste Gegenstand kam, die Hunde diesen in der Nase hatten, jedoch unter 6cm Schnee ihn nicht erruieren konnten und somit anfiengen zu kreisen und von der Fährte weg zu ziehen?

Wenn ein Hund gerne nach GG sucht dann findet er oft noch unter Schnee - oft mehr denn durch Stöbern - auch GG. 6cm sind da nicht zu unwahrscheinlich - allerdings Übung und Findewillen vorrausgesetzt.

balu02 hat geschrieben:

- Kann ein Hund, der die Nase nicht wirklich ganz tief hält, eine Fährte unter 6cm Schnee überhaupt noch erschnüffeln?

Ich sage nein - zumindest nicht durch Fährten, sofern 6cm wirklich "geschlossene Schneedecke" bedeutet und was drunter ist - ob Wiese oder Acker, der schon seit Wochen durchgefroren ist. So wie Ralf schrieb muss man halt überlegen was noch an Geruchskomponenten da sind und was der Hund finden kann. In vielen Wiesen schauen bei 6cm Schnee aber noch die Grashalme raus, was dann keine Probleme darstellt.

balu02 hat geschrieben:

- Kann der Hund einen Gegenstand unter 6cm Schnee noch finden, wenn er die Nase nicht wirklich ganz tief durch den Schnee zieht??

dito: Die Frage ist hier aber sicher auch wie gut & neu & oder mit Futter kontaminierte GG verwendet werden - in Prüfungssituationen mit neuen GG kann das sicher schwer sein, wenn der Hund nicht tief sucht. Es gibt aber Hunde die wirklich im Schnee "unten durch" pflügen - die kriegen die GG dann auch auf die Reihe

balu02 hat geschrieben:

- wie sieht es mir der Hundenase aus, wenn der Hund bei -5Grad und extremer Bise eine Schneefährte erschnüffeln muss. Ist das nicht enorm schwer so viel eiskalte Luft einzuschnüffeln? Und ein Hund schnüffelt ja enorm heftig und intensiv auf der Fährte?

Gehen tut das sicher, natürlich ist das eine Schwierigkeit, aber der Hund sucht auch in anderen extremen Situationen...und Lawinenhunde etc. arbeiten auch bei dem Wetter.


balu02 hat geschrieben:

Was meint ihr, ist es überhaubt machbar eine solche Fährte auszuarbeiten?

Vielleicht kann es der eine oder andere Hund, aber sicher nicht alle normal trainierten Hudnde, da muss man sicher intensiv was tun im Winter, kombininert mit einem guten Talent und Findewillen beim Hund. Und es ist sicher auch ein Unterschied ob wirklich eine Prüfung gelaufen wird (10m Leine, absolut selbständiges ARbeiten usw.) oder ein Training wo der HF hilft, kurze Leine, Futter, Hilfen usw.
Also ist so ein Ergebnis wie von Euch zwei sicher kein Ergebnis falscher Ausbildung oder mangehafter Qualität.
Ich hatte mal eine ähnliche Prüfung: ein FH-Pokalkampf im Ende November mit insgesamt 15 Hunden, mehrere davon hoch überregional startend. Hier schneite ese ebenfalls nach dem Legen auf die Fährte, rund 10-15cm auf Acker, je nachdem wo genau gelegt wurde. Meine alte Hündin war die einzige, die die Prüfung bestanden hat, aber fragt nicht wie -sie kämpfte sich durch, wobei da auch einiges mehr nach Stöbern statt Suchen ausschaute - ich hatte damals auch das Gefühl dass sie sich von GG zu GG rettete - hin und wieder war mal ein paar Tritte zu erahnen. Sah aber oft aus wie Schlangenlinien suchen... Mann muss dazu aber sagen, dass sie extrem langsam, tiefnasig und vorsichtig suchte, und sich wirklich vorwärts kämpfte und auch die GG richtiggehend aus dem Schnee ausbuddelte... - aber das reichte dann für knapp über 80 Punkte. ... aber der Hund war sicher nicht die Regel und an sich habe ich auch von ihr nichts erwartet bei den Bedingungen...
Also Kopf hoch und nicht unterkriegen lassen.

tschau juschka


Mo 24 Jan, 2011 21:43
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Ganz interessant eure Antworten, war sehr spannen zu lesen.
Juschka; Nein , nein unterkriegen lasse ich mich nie, denn ich war schon sehr stolz auf meinen Kleinen, dass er überhaupt angefangen hat zu suchen und das auch mit viel Zug auf der Leine und intensivem Schnüffeln. Ich denke bei uns war der Geruch der Verleitung, die er direkt in die Nase bekam das Ende. Im Dezember habe ich im gleichen Verein ja schon eine FH97 gemacht und dort konnte man meinen, mein Hund hätte noch nie eine Fährte gesehen. Hat extrem gestöbert und wir kamen grad mal so zum ersten Gegenstand. Deshalb bin ich froh, das er wider den Willen und den Spass am Suchen gefunden hat und ich auch wider Ruhiger bin.
Sabberschnute; Also dieser Verein macht immer super tolle Prüfungen und die Schneedecke war unterschiedlich dick auf den Feldern. Die Teams, die das Losglück hatten waren auf Windstilleren Feldern und es hatte ev. nur teilweise Verwähungen und die kamen auch durch. Jedoch gab es eben Gruppen die auf den extremen Feldern arbeiten mussten, wie unsere. Der Schnee war eigentlich super und man hätte die Fährte prima gesehen, wenn es nicht so gewindet hätte. Da jedoch die Bise seit 3 Tagen enorm stark wähte und am Samstag den Höhepunkt erreichte waren auf unseren Feldern extreme Schneeverwähungen und die Fährte hat es eben dann total zu gedeckt. Am Montag habe ich auch auf Schneedecke gefährtet, jedoch ohne Wind und mein Hund lief die Fährte 1A.

Ich sagte ja auch dass ev. ein alter, erfahrener Hund die Fährte hätte beenden können und mein Kleiner wird Ende April ja erst 4 Jahre alt und ist noch nicht so ein Routinier und wird auch noch eher Hektisch, wenn er ab der Fährte kommt. Aber das kommt schon noch, da bin ich Zuversichtlich.

Ich bin ja noch an 2 Prüfungen gemaldet und hoffe dort auf ein wenig besseres Wetter.


Di 25 Jan, 2011 07:49
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Ich finde es von Haus aus mutig, dass in der Schweiz zu dieser Jahreszeit überhaupt Prüfungen ausgeschrieben werden.
Bei uns ist derzeit absolute Prüfungsstille, da fängt keiner vor Anfang März überhaupt an.
Und ich - als Bayerin - assoziiere mit "Schweiz" immer noch mehr Schnee als bei uns... mal abgesehen von der Kälte :)
Ausser Skifahren geht bei mir bei dem Wetter nix
tschau juschka


Di 25 Jan, 2011 08:31
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Registriert: Do 04 Jun, 2009 22:08
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Ottomar hat geschrieben:
Was willst Du denn bei der VDH-DM machen?
Die Prüfung absetzen und keine Teilnehmer zur WM schicken? :holz:
Und noch mal, auch solche Sachen sind trainierbar.
Ottomar


Hallo Ottomar,

welchem Satz war denn zu entnehmen, dass es sich bei der erwähnten Prüfung um die schweizerischen Meisterschaften handelt?
Klar kann man solche Dinge üben, aber es handelte sich wohl nicht durchweg um Teams die auf einen vergleichbar reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückgreifen können... ;-)

Sorry, hab' mich da in eine OT-Diskussion begeben.

_________________
LG Ralf

...und Kira auf der Regenbogenwiese


Di 25 Jan, 2011 10:08
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Ottomar hat geschrieben:
Was willst Du denn bei der VDH-DM machen?
Die Prüfung absetzen und keine Teilnehmer zur WM schicken? :holz:
Und noch mal, auch solche Sachen sind trainierbar.
Ottomar


1. Mich interessiert die VDH-DM nicht.

2. Gilt dort die PO nicht mehr daß man sich da dann darüber hinwegsetzen kann?

Mal rein theoretisch gedacht - was wäre, wenn ein Team auf so einer DM, die klar entgegen der PO durchgeführt wurde, Einspruch gegen die Wertung einlegt?

_________________
Gruß Bettina


Di 25 Jan, 2011 11:31
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Zitat:
Mal rein theoretisch gedacht - was wäre, wenn ein Team auf so einer DM, die klar entgegen der PO durchgeführt wurde, Einspruch gegen die Wertung einlegt?
Fände ich auch mal interessant!


Di 25 Jan, 2011 11:46
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Registriert: Do 04 Jun, 2009 22:08
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Ottomar hat geschrieben:
VDH ist der Verband des Deutschen Hundewesens - also nichts mit Schweiz. Und die DM findet Ende Februar statt und hatte schon öfter Schnee, ...

Hallo Ottomar,

vielen Dank für Deine Erklärung, die aber irgendwie das Thema verfehlt hat... :gruebel:

FH97 1 (Schweiz):
    Fremdfährte (1000 Schritt).
    90 min. alt
    Abgang auf einer 20 m Linie, rechte und spitze Winkel, Bogen, 4 Gegenstände.Terrain-Wechsel (auch über Wege und/oder Bäche und/oder Wald möglich) und eine Verleitfährte 15 min. alt
    Zeitanspruch max. 20 min.

Solothurn (Schweiz):
Solothurn ist eine politische Gemeinde und der Hauptort des Kantons Solothurn...

Fährtenhundeprüfung "HS Koppigen" (Schweiz) am 22.1.2011:
Ortsgruppenprüfung, bei der 23 Teams in den Stufen FH 97 1 bzw. 3 antraten

Ottomar hat geschrieben:
..., nur zur Erklärung...

_________________
LG Ralf

...und Kira auf der Regenbogenwiese


Di 25 Jan, 2011 11:59
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Das hast Du jetzt aber sehr schön erklährt Kiralf :kuss:
Eine kleine Korrektur nur, der Abgang ist nicht mehr auf einer 20m Linie, sondern jetzt auch beim Abgangsfähnlein.

Ottmar: Ich mache im Winter nur ca. 14 Tage über die Festtage eine Pause, ansonsten trainiere ich 2-3 Fährten in der Woche und das, das ganze Jahr über und bei jedem Wetter. Wir konnten den Schnee sehr gut üben, da es schon im November geschneit hat. Auch den Wind konnte man üben, jedoch eine so starke Bise die die Fährte zugeschneit hat, kommt sehr selten vor und kann man fast nie üben.

Juschka: Die FH97 Prüfungen finden in der Schweiz immer vom späten Herbst bis in den Frühling statt, da man zu dieser Zeit ohne Probleme auf die Felder kann. Und wenn man Schweizer ist, hat man sich an den vielen Schnee schon längst gewöhnt. Auch sonstige Prüfungen finden bei uns im Winter statt.

Ich finde auch je komplexer die Fährte beim üben ist, desto interesannter für mich zu schauen, was der Hund daraus macht. Wir bauen jegliche Ablenkungen ein, gehen auch schon mal einen Teil durch den Wald oder auf groben Acker, oder durch einen Wassergraben. Ist schon verblüffend, denn dort wo ich immer glaube, dass der Hund Mühe haben könnte, fährtet er 1A drüber :gruebel:


Di 25 Jan, 2011 13:32
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Registriert: Di 31 Dez, 2002 19:30
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balu02 hat geschrieben:
Juschka: Die FH97 Prüfungen finden in der Schweiz immer vom späten Herbst bis in den Frühling statt, da man zu dieser Zeit ohne Probleme auf die Felder kann. Und wenn man Schweizer ist, hat man sich an den vielen Schnee schon längst gewöhnt. Auch sonstige Prüfungen finden bei uns im Winter statt.

Ich mag ja die Schweiz und habe auch viele, super tolle Lieferanten und Kontakte von dort - aber das spricht eindeutig gegen die Schweiz :lachen:
Also das mit den Feldern wusste ich nicht - also dass das bei Euch so ein Problem ist, dass sowas deswegen so spät gemacht wird. Dachte mit den Wiesen usw. wäre das (wenn im Jahreszeitenverlauf gemäht) auch unter dem Jahr kein Problem. Danke für die Aufklärung.

Klar ist das Fährten in dem Gelände Übung, aber ich denke, dass man bei solchen Wettersituationen immer wieder auch zu Situationen kommt, wo so vieles zusammenkommt, dass Vorab-Üben schwierig wird. Das läuft dann wirklich unter "blöd gelaufen" - kein Mensch wird doch seinem Hund ernsthaft böse sein bzw. enttäuscht sein, wenn ein Hund dann Probleme zeigt. Nochdazu weil wir von einer OG-Prüfung reden. Wenn ich dann daran denke wie bei so machen OG-FH bei uns in D Fährten in einfachstes Gelände mit Trampelpfaden des FL gelegt werden brauchen wir uns über die Leistungen der Hunde bei solchen Prüfungen in der CH sicher keine negativen Gedanken machen.

Zur VDH-DM:
Die Prüfung wurde schon merhfach bei geschlossener Schneedecke durchgeführt. Unabhängig von den Wettersituationen wird das einfach durchgepeitscht, weil halt einfach jemand für die WM gefunden werden muss. Dass es dann aber sicher nicht immer fair für alle zugeht ist klar.
Leider (oder Gott sei Dank) gibt es die Möglichkeit die PO auf solchen überregionalen Veranstaltungen anzupassen - wie immer die Situation es erfordert. Und im Zweifel wird so ein Passus wie "geschlossene Schneedecke" ausser Kraft gesetzt.
Andere Sache, die z.B. auch üblich ist ist z.B. die Verringerung der Soll-Schritte, weil das Gelände nicht ausreicht. Findest Du auf jeder zweiten VPG-Kreisausscheidung oder so und oft genug auch auf der FH.
Der SV macht zu.B. gerne eine Verlängerung der Schritt-Zahlen, weil ihnen die Vorgaben der FH2 bzw. IPO-FH nicht ausreichen (wenn das Gelände reicht) und akzeptieren keine FH2 bzw. IPO-FH wenn kein Weg drin ist.
Und der DMC wechselt mal mitten in der Veranstaltung die Ausschreibung von IPO-FH auf 2xFH2, wenn die verkehrten HF vorne liegen...

Solange alle (Mannschaftsführer, Starter usw. ) das im Vorfeld wissen und ggf. vorbereitet werden/ sind ist es ja auch o.k. - wenn nicht, dann ist es halt(mal wieder) nicht fair, und dann braucht sich auch keiner der Verbandsverantwortlichen wundern, wenn man keinen Bock mehr hat Staffage auf überregionalen Veranstatungen zu sein.

tschau juschka


Di 25 Jan, 2011 21:49
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Registriert: Mi 01 Aug, 2007 23:58
Beiträge: 2106
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Juschka, wo steht denn geschrieben daß man die PO ggf. anpassen kann?

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Gruß Bettina


Di 25 Jan, 2011 22:14
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