Aktuelle Zeit: Fr 19 Okt, 2018 20:46



Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 
 Fährten-Seminar bei -8 °C 
Autor Nachricht
Benutzeravatar

Registriert: Do 04 Jun, 2009 22:08
Beiträge: 997
Wohnort: Brunow (MOL)
Hallo zusammen,

ich habe mal 'ne Frage zu Schnee-Fährten, bei der ich für Antworten aus allen Richtungen dankbar bin.

Mein Problem:
    Der berliner Raum ist i.d.R. schneefrei (hier liegt das Zeug höchstens mal 'ne Woche am Stück)
    Jetzt liegen hier seit über 'ner Woche nunmehr ca. 20 cm Schnee ... und kein Tauwetter in Sicht
    Wir haben bereits eine Schneefährte absolviert (wie berichtet mit mäßigem Ergebnis)
    Einige "Freaks" :respekt: sind derzeit in Meppen und haben dort ein Wochenseminar bei diesen Verhältnissen
    Die Theorie: Der Fährtenhund verfolgt den Fährtenverlauf anhand von Bodenverletzungen (Mischgeruch aus Boden, zertretenen Pflanzen, Mikroorganismen, Individualgeruch des FL)

Jetzt gibt es ja bei so viel Schnee nicht allzu viel vom o.g. Geruchsgemisch.

Versaut man sich so den Hund oder kann (und sollte) man soetwas auch öfter trainieren?
Wenn ja, hätte ich gern Tipps zur Liegezeit, Verhalten an Verleitern usw.

Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe.

P.S. Wie hält man so ein Wetter nur im Süden aus, wo der Winter MONATE dauert? :gruebel:

_________________
LG Ralf

...und Kira auf der Regenbogenwiese


So 03 Jan, 2010 22:18
Profil Private Nachricht senden

Registriert: Di 31 Dez, 2002 19:30
Beiträge: 1885
Ganz einfach: man geht fährten :lachen:

Ich habe es immer so gehändelt, dass ich je nach Hundeverhalten mehr oder weniger auf Schnee bzw. gefrorenem Boden / Reif gesucht habe. Bei einem Junghund dosiert, aber so dass er was lernt, bei einem erfahrenen Hund soviel, dass er es kennt und sicher beherrscht, aber auch nicht nur noch Sichtsuche macht.
Ich habe mir da immer wieder mit Waldfährten beholfen, da liegt meist nicht so viel Schnee und es sind oftmals richtig viel Verleitungen / Spuren drin, so dass es mit Sichtfährte auch schwierig wird.

Durch die Aufweichung des Prüfungszeitraumes werden immer mehr Prüfungsfährten auch im Schnee gelegt und gerade überregional gilt die Regel "nicht bei geschlossener Schneedecke" oftmals nicht (mehr). Da wird die Prüfung unter allen Bedingungen durchgezogen und es reicht wenn irgendwo ein Grashalm rausschaut. Sieht man auch auf diversen Prüfungsfotos (z.B. VDH-DM im Februar, DMC-Quali Anfang Dezember usw.).
Von daher müssen heutzutage Prüfungshunde sehr wohl reine Schneefährten beherrschen, welche gerade wegen der Sicht im Bezug auf Verleitungen höllisch gefährlich sind.
Prinzipiell kann der Hund auch auf Schnee suchen, auch wenn natürlich weniger der Boden maßgeblicher Leitgeruch ist (Lawinenhunde beweisen ja ständig im Schnee zu was sie suchtechnisch in der Lage sind).
Also vorsichtig rantasten und es eher ausnutzen, wenn es bei Euch nicht üblich ist. Von 3 Fährten wird der Hund schon kein Augensucher werden (aber eben auf viele Spuren achten, das hilft dem Hund von der Augensuche loszukommen). Wer weiss, wann Du dazu das nächste Mal die Gelegenheit hast - und nach Murphys Gesetz garantiert erst auf der nächsten Prüfung...

tschau juschka


Mo 04 Jan, 2010 01:05
Profil Private Nachricht senden

Registriert: Mo 10 Dez, 2007 12:41
Beiträge: 578
[quote="Juschka"]t (Lawinenhunde beweisen ja ständig im Schnee zu was sie suchtechnisch in der Lage sind).

Diese Ausage von Dir in Bezug auf eine " Fährtenhundfrage " ist ja wohl Birnen mit Äpfeln vergleichen!
Oder möchtest Du die Meinung vertreten, daß die Arbeitsweise eines Fährtenhundes die gleiche ist wie die eines Spürhundes? Der orientiert sich doch wohl etwas anders. :teufel:
Und bevor Du mir jetzt einen Diskurs erteilen willst: ich habe diese Arbeit bei einer Behörde von der Pike auf gelernt und lange genug erfolgrerich praktiziert.


Mo 04 Jan, 2010 08:31
Profil
Benutzeravatar

Registriert: Fr 11 Jul, 2008 16:35
Beiträge: 61
Wohnort: Bad Rappenau, Baden-Württemberg
Kiralf hat geschrieben:
Hallo zusammen,

ich habe mal 'ne Frage zu Schnee-Fährten, bei der ich für Antworten aus allen Richtungen dankbar bin.

Mein Problem:
[list]Der berliner Raum ist i.d.R. schneefrei (hier liegt das Zeug höchstens mal 'ne Woche am Stück)
Jetzt liegen hier seit über 'ner Woche nunmehr ca. 20 cm Schnee ... ...

P.S. Wie hält man so ein Wetter nur im Süden aus, wo der Winter MONATE dauert? :gruebel:


Ich für meine Verhältnisse eher schlecht, nicht zuletzt wegen des Wetters und des Fährten würde ich gerne in Norddeutschland leben :schuechtern: . Allerdings liegt auch im Raum nördlich von Stuttgart nicht über Wochen eine geschlossene Schneedecke, Da sieht es im Mittelgebirge wie Eifel oder Sauerland schon anders aus.
Herzliche Grüße gen Berlin und: :gf:

_________________
Liebe Grüße, Esther mit Anouschka


Mo 04 Jan, 2010 17:17
Profil Private Nachricht senden

Registriert: Di 31 Dez, 2002 19:30
Beiträge: 1885
Colonia hat geschrieben:
Juschka hat geschrieben:
t (Lawinenhunde beweisen ja ständig im Schnee zu was sie suchtechnisch in der Lage sind).

Diese Ausage von Dir in Bezug auf eine " Fährtenhundfrage " ist ja wohl Birnen mit Äpfeln vergleichen!
Oder möchtest Du die Meinung vertreten, daß die Arbeitsweise eines Fährtenhundes die gleiche ist wie die eines Spürhundes? Der orientiert sich doch wohl etwas anders. :teufel:
Und bevor Du mir jetzt einen Diskurs erteilen willst: ich habe diese Arbeit bei einer Behörde von der Pike auf gelernt und lange genug erfolgrerich praktiziert.


Wieso so aggressiv?
Natürlich ist die Arbeitsweise eine vollkommen andere als beim Fährtenhund, aber die Standardaussage von vielen Anfängern oder Ewig-gestrigen ist, dass die Hunde bei Schnee "nichts" riechen können, es zu kalt wird für die Hundenasen etc. Also die Standardsachen was die Winterarbeit angeht.
Und eben hier beweisen die Lawinenhunde das Gegenteil

tschau juschka

P.S. Und bevor Du mir einen Diskurs erteilen willst: ich habe einen geprüften Sprengstoffhund neben mir liegen, ebenso geprüft und eingesetzt als Lawinenhund, und zudem erfolgreich auf VPG und FH geführt. Also drei unterschiedliche Ausbildungsweisen.


Mo 04 Jan, 2010 20:27
Profil Private Nachricht senden
Benutzeravatar

Registriert: Do 04 Jun, 2009 22:08
Beiträge: 997
Wohnort: Brunow (MOL)
Hallo nochmal,

ich wollte hier kein Frust-Ventil schaffen, mit dem man die fährtenlose Zeit überbrückt, sondern etwas von Euren Erfahrungen "abschöpfen" ;-).

Hat noch jemand 'nen Tip zu Liegezeiten? Hält man das wie auf schneefreiem Boden, eher kürzer weil sich der Fährtengeruch sofort verflüchtigt, oder, oder, oder...???

Wie weit läßt man den Hund in die Verleiter (zum differenzieren), weil ich denke dass es wohl ein wenig schwerer ist?

Gibt's dazu (bitte) noch ein paar Tipps?

Aber bei meinem Glück habe ich dann am nächsten WE dank Eurer Hilfe einen Plan ... und der Schnee ist weg. :sternchen:

_________________
LG Ralf

...und Kira auf der Regenbogenwiese


Mo 04 Jan, 2010 21:30
Profil Private Nachricht senden

Registriert: Sa 01 Nov, 2003 20:26
Beiträge: 110
Wohnort: Korschenbroich
Hallo Ottomar,

dann richte doch mal den Anderen (u.a. Martin und Carsten, falls sie dabei sind), liebe Grüße aus!

VG Claudia mit Bloxi und Bellis (den Hovis)


Di 05 Jan, 2010 07:46
Profil Private Nachricht senden Website besuchen
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Auf das Thema antworten   [ 7 Beiträge ] 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Gehe zu:  
cron
Impressum

Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Designed by ST Software for PTF.
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de