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 Fährten und/ oder Mantrailing? 
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Registriert: Do 22 Jul, 2004 22:31
Beiträge: 30
Hallo Bianca,

ich kenne mehrere Hundeführer aus dem Rettungshundebereich, welche seit langer Zeit parallel zur RH-Arbeit fährten und nun auch parallel dazu angefangen haben zu trailen.

Ich persönlich bin kein Fan von MuFu-Hunden ("Multifunktionshunden"), sondern stehe auf dem Standpunkt von Erwin.

Fährten und Trailen stehen mE im Widerspruch zueinander.

Beim Fährten soll der Hund die Bodenverletzung als Leitgeruch sauber und korrekt abarbeiten, was voraussetzt, dass der Individualgeruch des Fährtenlegers weitgehend ignoriert werden muß (andernfalls würde Hund so arbeiten, dass es eine Menge Punktabzug gäbe).

Beim Trailen darf und soll sich der Hund an Witterung nehmen, was er bekommt (Leitgeruch: Individualspur, aber sicherlich nimmt ein Trailer in wenig kontaminiertem weichem Bodengrund-Gelände auch die Fährte zur Hilfe).

Alles andere ist recht ähnlich: Geschirr, Leine, Spurverfolgung,.....
Übergänge sind fließend. Das Risiko von Vermischungen ist daher groß.

Argument für Fährte und gegen Trailen: Du kannst alleine Fährten gehen-- beim Trailen ist man immer auf andere angewiesen......

Grüße
Susanne


Mo 04 Apr, 2005 14:12
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Mantrailing ist eine komplett andere Suche als die Fährtenabeit.

Beim Mantrailing folgt der Hund dem Indivdualgeruch des Fährtenlegers. Dieser entsteht aus der Zersetzung von abgefallenen Körperzellen (Hautschuppen, etc.) Beim Trail darf, soll der Hund sogar abkürzen, soll, kann, darf mit hoher Nase suchen und muss am Ende den Fährtenleger anhand seines Geruchs identifizieren.

Also eine komplett andere Arbeit für den Hund. Der Hund orientiert sich hier nicht nach den Bodenverletzungen.

Für Fährte und Mantrailing würde ich zwei verschiedene Hunde nehmen.


Do 05 Mai, 2005 15:00
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Registriert: Do 06 Sep, 2007 10:28
Beiträge: 141
Jetzt habe ich doch noch mal ein Frage dazu. Mein Hund geht gerne fährten (sie ist erst 18 Wochen alt, wir sind also noch ganz am Anfang). Sie liebt es aber auch, mich im Garten zu suchen. Was ja eher wieder Maintrailing ist, oder? Mir und meiner Kleinen macht das aber so einen Spaß, dass ich es eigentlich nicht aufhören will. Und beim Fährten hat sie trotzdem die Nase permanent am Boden.

Ich bin auch jemand, der das Fährten zum Spaß macht. Wäre es so schlimm, wenn ich die Versteckspiele im Garten weiter mache???

_________________
Viele Grüße
Christina und Fusselbirne Dori

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Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag!


Fr 07 Sep, 2007 13:14
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Registriert: Do 30 Okt, 2003 10:58
Beiträge: 920
Hallo Christina,
die Suche nach dir im Garten hat wirklich noch nichts mit Mantrailing zu tun, und es ist ja so unterschiedlich vom Fährten (nur in deinem Garten, sie sucht ohne jegliche Leine) dass dies keine Verwirrung beim Hund hervorrufen dürfte, also mach ruhig weiter mit den Spielchen im Garten!

Gruß
Biggi


Mo 17 Sep, 2007 07:59
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Registriert: Do 06 Sep, 2007 10:28
Beiträge: 141
Danke Biggi. Ich sehe auch bis jetzt bei der Fährtenarbeit keinen Nachteil. Sie sucht mit Nase auf dem boden und schaut nicht einmal hoch.

Und uns beiden macht das Verstecken einfach total viel Spaß Bild !

_________________
Viele Grüße
Christina und Fusselbirne Dori

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Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag!


Mo 17 Sep, 2007 13:04
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Registriert: Do 01 Jan, 2009 19:31
Beiträge: 2
Hallo zusammen!
hab mich zwar noch nicht vorgestellt, aber ich geb hier mal meinen Senf dazu. (Aber das kommt noch... Bild )
Ich mache seit Juni 2008 intensiv Mantrailing und vielleicht kann ich hier meine Erfahrungen ein bisschen einfließen lassen, wenn ich darf

Also der Unterschied zwischen Fährten und Mantrailing ist:
Beim Fährten orientiert sich der Hund vorrangig an den Bodenverletzungen, die durch das Gehen auf Gras, Erde, Laub etc. entstehen. Dem Hund wird kein Geruchsartikel gegeben, der Beginn der Fährte ist deutlich gekennzeichnet, die Fährte verläuft in der Regel nicht über steinigen Boden oder Asphalt, weil dort keine Bodenverletzungen entstehen können.

Beim Trailen spielen die Bodenverletzungen eine untergeordnete Rolle, weil der Hund sich an den Geruchspartikeln orientiert, die jedes Säugetier ständig abstößt. Daher kann eine Trail auch über Asphalt oder Beton etc. führen, ohne dass das für den Hund ein ernstes Problem wäre. Die Geruchspartikel, die jeder Mensch abstößt, sind übrigens - wie auch der Fingerabdruck - für jeden Menschen einzig, d.h. keine zwei Personen riechen genau gleich. Daher kann der Hund eine bestimmte Person und deren Weg eindeutig bestimmen und verfolgen - sogar durch eine belebte Fußgängerzone hindurch.
Achja, die meiste Arbeit für den Hundeführer beim Trailen ist den Hund zu lesen. So kann man ein super Team werden und man lernt in dieser Beziehung ja nie aus

Wenn ihr wollt, hier ist mein Rüde bei einem Trail in einer Tiefgarage:

http://www.youtube.com/watch?v=EQVQh8ihBeo

Also es ist echt eine tolle Sache........


Zuletzt geändert von borausi am Do 01 Jan, 2009 20:08, insgesamt 1-mal geändert.



Do 01 Jan, 2009 20:05
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