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 Frage zum Ablauf einer Vereinsprüfung 
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Registriert: Fr 18 Mai, 2007 14:30
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Huhu zusammen,
habe letztens mal eine Vereinsprüfung angesehen, weil ich einfach wissen wollte wie so was abläuft. Was mich wirklich erstaunt hat war sowohl die Legeart als auch die "Suchqualität" und die daraus resultierende Bewertung.
Ich habe ich dann ehrlich gefragt, warum zum Teufel ich nicht schon letztes Jahr getartet bin :teufel:
Da wurden die Winkel getrampelt
vor den GG auf der Stelle getreten, GG abgelegt, tret-tret weiterlauf
die Hunde hatten die Nase häufig oben
die Hunde sind immer mal wieder eine Körperlänge raus
ein Hund wurde mit der Leine festgehalten, damit er den letzten GG (nach langem Kreisen...) irgendwann noch findet...
Verweisen ca. 1,5 m vor dem GG
Die Bewertungen waren zwischen 99 und 85 Punkte

Hier gibt´s doch ein paar, die auch "nur" FPr 1-3 laufen und sich bestimmt mit Vereinsprüfungen auskennen. Sagt mal ehrlich, ist das normal? Läuft das immer so?
Als ich einen auf die Legeweise angesprochen habe, hieß es man muß es den Hunden ja net unnötig schwer machen, außerdem sei es ja nur eine Vereinsprüfung.

Ich möchte KEINE Diskussion darüber, was in der PO steht oder wie es auf höheren Prüfungen abläuft.
Mich interessiert es nur, wie es auf Vereinsprüfungen aussieht. Also reine Erfahrungsberichte keine Wertungen des Prüfungsablaufs

Nein, ich werde meine Arbeitsweise deswegen nicht umstellen und schlampern :grins:

lg

Martina


Mo 16 Nov, 2009 10:34
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Registriert: Sa 05 Feb, 2005 13:13
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Na ja...das hat man hier zum Teil auf den Prüfungen auch. Fein gekämmter Acker, aus denen die Hunde kaum raus fallen können. An den GS werden kleine Osternester getreten, damit HF die auch bloß sieht...

Davon ab, dass dies zum Teil für mich nix mit Fährte zu tun hat, tut man den Hunden auch oftmals damit keinen Gefallen. Die Osternester sind groß wie Ansätze und verleiten den Hund zum Rumschnuppern...ebenso die manchmal heftig ausgelatschten Winkel. Eben, weil man ja so nicht übt.
Zumindest wir FHler nicht...bei den reinen SchHlern sieht es oft anders aus...
Da heißt es "auf der Wiese war heute schon jemand suchen, da kann man nicht mehr drauf gehen" oder "da lief ein Hund über meine Fährte, dann geht das ja auch nicht" :klatsch:

Eigentlich traurig, dass so wenige HF weder Ahnung von der Fährtenleistung haben noch ihren Hunde mal was zutrauen.

Aber wie gesagt: man muss so Sichtgelände echt immer wieder üben, denn die Hunde schludern gerne mal, wenn sie das nicht kennen!!


Mo 16 Nov, 2009 11:57
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In der Regel wird bei allen Vereinsprüfungen und hier zumindest auch für FH-Ausscheidungen FÜR den Hund gelegt.

Das fängt mit der Auswahl von einfachem Fährtengelände an und hört beim Austreten der Winkel und der GS-Positionen auf.

Ist also absolut üblich.

Die Gefahr ist natürlich, wenn Hunde solche "Kindergartenfährten" nicht kennen, daß sie unkonzentriert und mit hoher Nase suchen. Man sollte sowas Leichtes also durchaus mal üben! Und zwar so, daß der Hund trotzdem gründlich bleibt.

Bei FH-Ausscheidungen ist man oft schon außen vor wenn man nicht mindestens 98 P bekommt. Daher "verbietet" es sich für die meisten Ausrichter von selbst, dort besondere Schwierigkeiten einzubauen.

Wie gerichtet wird, ist natürlich Sache des Richters. Ich bin der Meinung daß die wenigstren Richter Ahnung haben von Fährtenarbeit. Da wird zu oft schlampiges, halbherziges Suchverhalten als "vorzüglich" gelobt.

Bei uns im Doggenclub kriegt man manchmal unmögliches Fährtengelände vorgesetzt, aus dem einfachen Grund weil die Ausrichter selber nicht fährten und gar keine Ahnung von der Materie haben. Bei "uns" bin ich schon Prüfungen auf betonähnlichem Lehmacker, furztrockener steinharter "abrasierter" Wiese oder auf Hundeauslaufwiesen mit entsprechend vorhandenen Kack- und Pinkelstellen gelaufen. Da beneide ich oft unsere Gebrauchshundler hier mit ihrem Traumgelände :mrgreen: Aber auch bei uns wirds da langsam besser :mrgreen:

Und zuletzt muß ich sagen, in einer FPr1 wo ich selber legen kann, wäre ich doch schön blöd wenn ich die Fährte für meinen Hund nicht absolut narrensicher legen würde. Oder?

In höheren Prüfungsstufen relativiert sich das dann eh. Da werden bei uns die Fährten in meinen Augen okay gelegt. Ein bischen leichter für den Hund als die Übungsfährten die ich selber lege, aber so extrem wird da am Winkel und am GS auch nicht getrampelt. Aber das gilt in meinem Verein und ist nicht repräsentativ, auf anderen Prüfungen habe ich, wie gesagt, auch schon oft genau dasselbe beobachtet wie Du - und mir an den Kopp gepackt weil es trotzdem immer noch Hunde gab, die am Winkel rausflogen, obwohl das bei den getrampelten Schützengräben eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit war.

_________________
Gruß Bettina


Mo 16 Nov, 2009 12:11
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ich sehe sowas auch immer vermehrt, reine FPr. oder auch nur B 1 bis 3 als weiterführende beschäftigungen nach den bh`s !

viele vereine haben einfach kaum noch vpg-ler die sich 3 abteilungen aufhalsen oder FH ableisten wollen oder nicht können weil sie keine gebrauchshunderasse haben die sich für alle abteilungen eignen würde. und somit bilden sich hier neue formen der hundebeschäftigung, was das austerben der vereine etwas abdämpfen soll...

das natürlich dann diese einzelprüfungen in A oder B auch oft nicht so "ernst" genommen werden oder man hier etwas nachsichtiger ist liegt laut einem richter dem ich mal zuhörte daran das darauf KEIN ausbildungskennzeichen vergeben wird !
sprich es tangiert keinen weiter da damit weder eine weiterfolgende prüfungvoraussetzung geschaffen wird noch qualifikationen für meisterschaften jeglicher art gebildet werden.


Mo 16 Nov, 2009 12:54
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Registriert: So 10 Apr, 2005 16:38
Beiträge: 809
Hallo,

ich hab ja nun auch mit meinen beiden Jungs mit FPr's angefangen.
Und ich wurde nie anders bewertet, als die parallel startenden VPG'ler.

Hätte der Richter ja auch schlecht erklären können, warum er bei mir bei was die Augen zudrückt, wo er bei den VPG'lern es nicht macht.

Grüsse,

Claudia


Mo 16 Nov, 2009 13:12
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Daß die FPrs anders bewertet werden als die VPG-Fährten habe ich auch noch nie erlebt.

Beide wurden gleich leicht auf gleichem leichtem Acker gelegt und bewertet.

_________________
Gruß Bettina


Mo 16 Nov, 2009 13:30
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Registriert: Fr 18 Mai, 2007 14:30
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Wohnort: Hotzenwald
Claudia_R hat geschrieben:
Und ich wurde nie anders bewertet, als die parallel startenden VPG'ler.


Ups sorry, da habe ich mich wohl schlecht ausgedrückt :schuechtern:
Ich meinte natürlich FPr1-3 und die entsprechenden VPG Fährten
Also nicht den Unterschied zwischen reiner Fährte und ganzer VPG Prüfung, sondern ob es üblich ist, daß es so abläuft
Auf der Prüfung waren 4 VPG Teilnehmer (3x3 und 1x2er) und einer der nur die Fpr 3 gemacht hat
Der Ablauf war natürlich bei allen gleich
Da ich mich mit VPG gar nicht auskenne, war mir das net so ganz klar, daß man das jetzt falsch lesen kann

Danke schon mal für Eure Erfahrungen

lg
Martina


Mo 16 Nov, 2009 14:37
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Registriert: So 04 Mai, 2008 17:40
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@martina

es gibt sicher noch viele kreisgruppen wo auf reinen og-prüfungen die vpg-fährten eher einfach gelegt werden. allerdings dann meist die dazugehörigen fh-fährten auch. da sieht man oft auch vpg-ler fh-fährten im hohen v bereich suchen worüber reine fh-ler wahrscheinlich schmunzeln würden :grins:
aber spätestens bei kreisausscheidungen erwachen die dann auch, oder haben es oft garnicht vor dorthin zu kommen, sondern leisten nur einmalig fh1 und fh2 ab um den hund zu "komplettieren"....

wir hatten es hier auch glaube ich neulich schonmal, die fährte wird von der "alten rige des vpg`s" nach wie vor stiefmütterlich behandelt. jahrzehntelang haben hier die von dir angesprochenen sichtfährten und trampelfahrte ja auch gereicht, selbst bis in höchste ausscheidungen des vpg`s !!!
und davon zerren sicherlich noch so manche og-prüfungen wo man unter sich sozusagen ist. das sich gerade für höhere vpg-ziele ambitionierte sportler damit keinen gefallen tun merken sie spätestens auf den lga`s, wo in der regel dann knallhart fährtenarbeit abverlangt wird !


Mo 16 Nov, 2009 19:01
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Hi Martina,

zumindest bei den OG Prüfungen, die ich bislang erlebt habe ist das leider durchaus üblich..

Und ich habe da auch schon den Spruch gehört "ist ja nur ne OG Prüfung, da muss man es den Hunden nicht so schwer machen". Naja.. ich finde Prüfung ist Prüfung und sollte dann schon auch etwas prüfen ;)..
Dazu gehört dann aber auch, dass die Fährte halbwegs vernünftig gelegt wurde - also nicht per sichtbarem Flurschaden und wenns geht auch ohne unbeabsichtigte Fährtenabrisse nach den Winkeln :(.


Mo 16 Nov, 2009 20:56
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Also ich habe grundsätzlich kein Problem mit "leichten" VPG- oder FH-Fährten. Auch nicht, wenn die Prüfung als Quali benötigt wird. ABER, jeder, der so eine Prüfung mit gutem, sehr gutem oder vorzüglichem Ergebnis besteht, sollte trotzdem über den Ausbildungsstand seines Hundes genau Bescheid wissen und sich nicht durch hohe Punkte selber in die Tasche lügen.

Gruß
Anke


Mo 16 Nov, 2009 21:18
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Beiträge: 373
Anke hat geschrieben:
Also ich habe grundsätzlich kein Problem mit "leichten" VPG- oder FH-Fährten. Auch nicht, wenn die Prüfung als Quali benötigt wird.


ICH schon, zumindestens wenns wie martina im ausgangsbeitrag geschildert nix mehr mit suchen zu tun hat, sondern im grunde verarsche der entsprechenden prüfungsstufe ist !
bei og`s okay meinetwegen, bei qualis auch nicht weil ich es anderen nicht gönne sich für meisterschaften zu qualifizieren, aber ein verband der schon bei qualis seine leute so rüberschiebt oder auch nur nicht die fähigen leute hat nach po zu legen / richten, der wird auch bei höheren veranstaltungen massive deffiziete haben. und dafür fahre ich nicht was weiß ich wie weit, und investiere zeit und geld in die teilnahme.....

gruß tom


Di 17 Nov, 2009 04:00
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@ tom
wauhu hat geschrieben:
bei qualis auch nicht weil ich es anderen nicht gönne sich für meisterschaften zu qualifizieren

Bei Qualijägern aber eine gern gewählte Methode, man nennt das taktisch laufen :teufel:
Wenn man wirlich mal wissen will, was der Hund so drauf hat, dann kann man ja mal im europäischen Ausland laufen ( Österreich,Schweiz, Slowakei, Tschechien ). Da fallen vielen dt. HF die Augen aus dem Kopf, wie die Gelände sind und wie da teilweise über die Fährte geschwebt wird!
Ist aber mal ne tolle Standortbestimmung.
Solange es aber in OG die Meinung gibt, auf solchen Turnieren kannst Du Dir nur die " Leistungskarte versauen "( hat man mir schon gesagt :klatsch: ), solange wirst Du auch die o.a. Gegebenheiten haben


Di 17 Nov, 2009 10:40
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Ottomar hat geschrieben:
Bei den letzten Bundessiegerprüfungen mit schwierigerem Gelände sind dann ja auch etliche Hunde gescheitert, weil viele Hunde das Suchen gar nicht gelernt haben, sondern nur das ablaufen.
Ottomar


Bei der WUSV-WM hier bei uns ebenfalls.

Und ich habe die Fährtengelände gesehen und teilweise selber schon darauf gesucht - die waren nicht schwierig! Guter Durchschnitt, aber schwer ist für mich was Anderes!

Beim VPG ist und bleibt Fährte eben eine ungeliebte Pflichtdisziplin.

_________________
Gruß Bettina


Di 17 Nov, 2009 12:23
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Danke mal für Eure Antworten
Es schein also (leider) nicht unüblich zu sein.

Colonia hat geschrieben:
Da fallen vielen dt. HF die Augen aus dem Kopf, wie die Gelände sind und wie da teilweise über die Fährte geschwebt wird!

Gut, daß ich als mal mit Schweizern zusammen fährte :grins:

Sabberschnute hat geschrieben:
Beim VPG ist und bleibt Fährte eben eine ungeliebte Pflichtdisziplin.

Kommentar dort: "Auf der Fährte muß man die Punkte machen".....

lg und :gf:
Martina


Di 17 Nov, 2009 15:00
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Registriert: So 04 Mai, 2008 17:40
Beiträge: 373
moin,

als ich dieses jahr begann meinen hund für ausscheidungen aufzubauen sagten mir einige vpg-ler:

die fährte und die ablage in der uo mußt du im grunde immer voll (bedeutet v) haben, sonst hast du keine chanse vorne mitzuspielen !

einerseits ist es im vpg so, andererseits zeigt es auch die wertigkeiten der versch. abteilungen. und das konzept mag hier und da aufgehen, aber dann zeigt sich auf lm und dm auch oft das die fährte nicht "selbstverständlich ist" und viele knallen dort durch....


Mi 18 Nov, 2009 07:52
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