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 Seit wann Fährtenarbeit bei Schutzhundeprüfungen? 
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Seltsam daß hier jetzt nach monatelanger Verspätung eine Spitze zum Thema "Liegezeit" kommt.
Aber um kurz klarzustellen:
Ich gebe hier stets und ausschließlich MEINE Meinungen und Erfahrungen wieder.
Und die sind, bezogen auf die Liegezeit, eben so daß es viel weniger wichtig ist, ob eine Fährte nun 5, 20 oder 60 Minuten liegt. Solche Zeitdifferenzen suchen bei mir schon Welpen und nicht einer hatte damit nennenswerte Probleme. Ich glaube sogar, daß wir die Hunde unglücklich ausbilden wenn wir sie zu lange auf eine bestimmte, vermeintlich "optimale" Liegezeit, prägen.

Die Menzels haben laut dem Zitat untersucht und bewiesen daß Hunde Bodenverletzungen untersuchen und deren Alter vergleichen. Das hat aber mit der Frage ob die Liegezeit erheblich ist, gar nichts zu tun. Sondern eher damit daß Hunde in der Lage sind, bei Verleitungen zu differenzieren und Fährten in die korrekte Richtung absuchen zu können.

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Gruß Bettina


Fr 11 Jul, 2014 16:42
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Sabberschnute hat geschrieben:
Ich glaube sogar, daß wir die Hunde unglücklich ausbilden wenn wir sie zu lange auf eine bestimmte, vermeintlich "optimale" Liegezeit, prägen..................

Die Menzels haben laut dem Zitat untersucht und bewiesen daß Hunde Bodenverletzungen untersuchen und deren Alter vergleichen. Das hat aber mit der Frage ob die Liegezeit erheblich ist, gar nichts zu tun. Sondern eher damit daß Hunde in der Lage sind, bei Verleitungen zu differenzieren und Fährten in die korrekte Richtung absuchen zu können.


Bei der Einsicht lassen wir es dann mal besser - hätt ich auch gleich wissen können.


Fr 11 Jul, 2014 16:55
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So lese ich es jedenfalls aus dem Zitat. Aber ich lerne gerne dazu. Habe ich da was falsch interpretiert?

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Gruß Bettina


Fr 11 Jul, 2014 18:35
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So, noch eine Antwort:

*Hallo Doggi,

Ich habe eine Prüfungsordnung des Vereins für Deutsche
Schäferhunde von 1933, in der es unter anderem auch eine „Prüfungsordnung für
Schutzhund-Hauptprüfungen“ gibt.

In der ist „Nasenarbeit“ in Form von „Gegenstandssuche“ auf
800 und 400 Schritt langen Fremdfährten mit und ohne Verleitung vorgesehen.

Vielleicht hilft Dir das weiter.

Viele Grüße


Astrid*

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LG Sabine


Sa 12 Jul, 2014 07:03
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Sabberschnute hat geschrieben:
Ich glaube sogar, daß wir die Hunde unglücklich ausbilden wenn wir sie zu lange auf eine bestimmte, vermeintlich "optimale" Liegezeit, prägen.

Die Menzels haben laut dem Zitat untersucht und bewiesen daß Hunde Bodenverletzungen untersuchen und deren Alter vergleichen. Das hat aber mit der Frage ob die Liegezeit erheblich ist, gar nichts zu tun. Sondern eher damit daß Hunde in der Lage sind, bei Verleitungen zu differenzieren und Fährten in die korrekte Richtung absuchen zu können.


Ich hatte mal gelernt, dass das Abbauprodukt bei der Bodenverletzung von der Liegezeit beeinflußt wird. D.h. ...die Intensität des Abbauproduktes (Geruch) steigt bei der Liegezeit bis zu 1 Stunde stetig an, d.h. bei 1 Stunde ist der Geruch am intensivsten.
Nach einer Stunde steigt diese Intensität wieder ab, und das können die Hunde unterscheiden.

Daher mal meine Frage: Warum ist die Liegezeit dabei nach deiner Meinung nicht erheblich?

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Gruß

Ingo


Mi 17 Dez, 2014 23:39
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Den Grundsatz habe ich auch so gelernt. Allerdings ist der optimale Geruch nicht nah 1 Stunde, sondern nach 20 Minuten erreicht, danacht wird es wieder weniger. Deswegen liegt die FPr1 ja auch nur genau diese 20 Minuten und ist die leichteste Fährtenprüfung die es gibt.

Ich persönlich bin einfach der Meinung, daß die Liegezeit nicht wirklich wichtig ist, da die Nase des Hundes so gut ist daß der Hund überhaupt keine großen Probleme hat, Fährten abzuarbeiten die wesentlich länger liegen als die "optimale Liegezeit". Selbst FH-Fährten von 3,4 Stunden Alter bringen den Hund noch lange nicht an die Grenzen seiner Riechfähigkeit.
Wie gesagt, selbst bei Junghunden die gerade mal das Fährten angefangen haben lasse ich die Fährten oft weit länger als 1 Stunde liegen, und sie zeigen keine Probleme beim Absuchen.

In meinen Augen ist die Herausforderung und das Schwierige bei der Fährtenhundausbildung nicht, dem Hund beizubringen noch 3,4 Stunden alte Fährten zu erschnüffeln - sondern das roboterhafte, gleichmäßige, PO-konforme Absuchen - also die Technik. Der Hund käme auch mit einem Suchverhalten ans Ziel mit dem er bei jeder Prüfung durchfällt!

Aber ob die Fährte jetzt 20 Minuten, eine oder 3 Stunden liegt - das ist unter normalen Witterungsbedingungen jetzt nicht das große Problem.

Wer allerdings seinem Hund jahrelang nur Fährten im Alter von 20 Minuten absuchen lässt, der "arbeitet den Hund blöd". Dann kann es tatsächlich sein daß der Hund bei der ersten Fährte von einer Stunde oder zweien dumm guckt. Er hat sich der jahrelangen Unterforderung dann eben angepasst.

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Gruß Bettina


Do 18 Dez, 2014 00:25
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da ich 3 Hunde zu arbeiten habe, lassen ich die Fährten ca. 30 min. liegen, bei dem jüngsten länger da dieser immer als letzter dran kommt ... sollte die wohl noch länger liegen lassen oder früher anfangen

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Gruß

Ingo


Do 18 Dez, 2014 10:38
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Beiträge: 1883
Also meine längste Übungsfährte mit meiner ersten Hündin lag 48h - nicht bewusst, sondern aus Versehen. War technisch dann nicht mehr einwandfrei, aber sie hat sich durchgekämpft und ihre GG eingesammelt, denn darum waren wir eigentlich noch unterwegs. Aber das ist sicher die Ausnahme.
Mit einem FH-Hund habe ich oft in der Realität Fährten zwischen 30min und rund 6h trainiert, einfach weil ich das immer in den Tagesablauf eingebettet habe. Legen morgends nach dem Frühstück, dann nach Hause und Haushalt machen und abends suchen war normal. Aber eben auch mal nur eben 20-30min, wenn es zeitlich abends nach der Arbeit vor dem Dunkelwerden nicht anders geht. Das spielte für mich nie eine Rolle, eher das technische, mein Übungsplan oder eben Wetter/Boden/Gelände/Wind.

Der Rest ist - so wie schon gesagt - einfach Übungssache. Natürlich müssen die Hunde sich an das Alter von Fährten gewöhnen, aber neben dem Alter spielen ja auch die jeweiligen Wetter- und Bodenverhältnisse eine Rolle. Somit kann es sein, dass eine 1h alte Fährte bei blödem Wetter schwerer ist als 6h bei perfekten Verhältnissen.

Dito müssen wir uns bewusst sein, dass die immer so angegebenen Zeitalter zumeist sich auf Syrotuck zurückführen lassen. Und eigentlich sind das alles Schätzungen, da es wissenschaftlich nach wie vor verdammt schwer ist nachzuweisen, was die Hunde wann eigentlich noch erschnüffeln können.

Ich habe oft in der Ausbildung erlebt, dass Anfänger mit 20, 30 oder 40min keinerlei Probleme haben - oft aber dann ein Knick kommt bei ca. 1-1,5h. Da war es nicht unüblich, dass die Hunde sich anstellen wie doof und einige Zeit benötigen. Später spielte es dann aber keine Rolle mehr, ob 2 oder 4h. Warum das so ist, habe ich nie verstanden bzw. wissenschaftlich ergründet bekommen....

Vg
juschka


Do 18 Dez, 2014 21:27
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asap hat geschrieben:
da ich 3 Hunde zu arbeiten habe, lassen ich die Fährten ca. 30 min. liegen, bei dem jüngsten länger da dieser immer als letzter dran kommt ... sollte die wohl noch länger liegen lassen oder früher anfangen


Ich würde das nicht so absolut sehen.

Ich finde einfach, dass man Hunde schon sehr früh an jegliche Fährtenalter heran führen kann.
Meine suchen regelmässig zwischen 5 Minuten und 4 Stunden Liegezeit. Immer variabel. So dass der Hund sich nicht auf eine bestimmte Geruchsintensität einstellt.

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Gruß Bettina


Do 18 Dez, 2014 22:35
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Sabberschnute hat geschrieben:
Meine suchen regelmässig zwischen 5 Minuten und 4 Stunden Liegezeit. Immer variabel. So dass der Hund sich nicht auf eine bestimmte Geruchsintensität einstellt.
So machen wir das auch. Der Hund hat das zu suchen, was er am Ansatz an Geruch aufnimmt, basta.


Sa 20 Dez, 2014 11:45
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