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 Doping im Hundesport 
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Registriert: Di 31 Dez, 2002 19:30
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Colonia hat geschrieben:
Für die meisten Forenuser wäre doch wohl interessanter, wie man jetzt mit der Antwort des VDH und den Auswirkungen daraus umgehen soll :gruebel:


Ganz einfach: alles was der Hund neben dem normalen Futter bekommt und ggf. über Futter oder Medikamente Auswirkungen haben könnte wird im Vorfeld auf dem Bogen angemeldet. Wenn der Hund ärztlich was benötigt (z.B. Hormone, Allergie) lässt man sich ein Attest von seinem TA geben, dass es ärztliche notwendig ist (macht man ja hoffentlich sowieso nicht ohne ärztl. Betreeung).
Dann gibt es keine unangenehmen Überraschungen, falls positive Ergebnisse da sind.
Gleichzeitig macht man sich in Zukunft Gedanken ob der humpelnde Hund - oder was auch immer gerade ist - wirklich doch noch starten soll, weil hier die Gefahr besteht, dass der Arzt im Vorfeld den Hund rausnimmt, weil er der Meinung sein könnte, dass die Verletzung doch noch nicht ausgeheilt sein könnte.

tschau juschka

P.S. Im übrigen hatte unser Rüde sogar schon offiziell vom TA Anabolika bekommen - ist im Rahmen von Muskelaufbau nach Verletzungen häufig im Einsatz - aber so ein Hund hat in dem Stadium auch nichts auf Prüfungen zu suchen - daher hätten mich in der Phase auch keine Dopingkontrollen gejuckt.


Fr 16 Mär, 2012 23:24
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Beta-Tier
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Registriert: Do 08 Jan, 2004 21:38
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Wohnort: Rheinland-Pfalz
Der Ansatz ist auf jeden Fall löblich,
Aber ich hab immer noch ein Problem mit der sehr generellen Ausdrucksweise dieses VDH-Schreibens
- Kontrollen sind zwar anscheinend (vorest?) nur auf nationalen und internationalen Prüfungen/Turnieren vorgesehen
...aber, jede hundsnormale Ortsgruppenprüfung ist eine Prüfung unter Terminschutz - ist also generell mit drin
...kann auch kontrolliert werden
...außerdem ist für mich vom Ansatz her eine Substanz die prinzipiell kontrolliert werden kann/muß und massive Bestrafungen nach sich zieht, eine Substanz die generell dann im Sport nicht angewendet werden darf.
...mE generell "verteufelt" ist

So, jetzt bin ich und etliche die ich kenne betroffen:
- ich hab zB eine HD/Arthrose/CES-Hündin - die natürlich auf natürlicher Basis unterstützt wird (homöopathisch, Kräuter-/Pflanzenextraktmischungen mit zB Teufelskralle, Ingwer, Weidenrinde, Brennessel und was mehr, Glukosamin/Chondroitin/MSM)
- meine Hündin hat SDU, also geb ich - auch wieder eher auf natürlicher Basis zB Omega-3-Öle, ganzen Kehlkopf mit den anhängenden Drüsen, wirkt natürlich endokrin und indirekt aufs Nervensystem, ja klar

ABER, meine Hündin will arbeiten, soll sich aus ärztlicher Sicht ausreichend bewegen, hat eine enorme Ausdauer und Lauffreude
(vielleicht wegen der gelenkunterstützenden Mittel?)
- soll sie nicht mehr fährten dürfen?
- keine (angepaßte) Obedience mehr machen dürfen?
- soll sie auf dem Sofa versauern?
könnt noch andere Beispiele anderer Hunde aufführen

Ich will keine Meisterschaften laufen, GsD ist es mir jetzt auch nicht sooo wichtig ne Prüfung zu laufen, aber solche Hunde dürfen mE dann folgerichtig keine BH, keine Fährtenprüfungen(FPRs), keine Obedience auf OG-Ebene mehr laufen. Das finde ich nicht korrekt und nicht fair!

...und ein nicht zu unterschätzender Anteil der Rüden die ich kenne (auch welche dabei die auf Meisterschaften laufen) sind interessanterweise per Chip chemisch kastriert, übrigens genau deshalb, damit sie konzentrierter also besser arbeiten. Geht dann auch für denjenigen der nur ne BH machen will, auch nicht mehr! Und ich bin überzeugt denen ist das nicht bewußt!!

Hätte man das nicht zB einschränken können
zB auf Meisterschaften
zB auf Turniere, Pokalwettkämpfe oä

Das sind so meine Gedanken als nicht-Leistungssportler dazu
Nee, ich sinniere noch etwas drüber was ich davon halte.

Ich hab übrigens mal auf der VDH, swhv ua websites Ausschau gehalten und überhaupt nichts zu diesem Thema, null Information gefunden, ich bin echt überzeugt, die meisten Vereine (auf OG-Ebene und deren Mitglieder wissen da noch nichts davon. Außer diesem in die Foren eingestellten Schreiben und teilweise auf Schlittenhunde/Windhund/Rennsportseiten.
(ergänzt: doch im dvg und blv steht was!)

LG, Angela


Fr 16 Mär, 2012 23:58
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Beiträge: 809
grundsätzlich zu deinen ausführungen: sehe ich auch so!

wegen information: im psk hat es ein rundschreiben dementsprechend gegeben.

ich gehe aber genau wie du davon aus, daß z. b. die situation mit der chemischen kastration niemand so verstanden hat.

nachdenkliche grüsse,

claudia


Sa 17 Mär, 2012 11:51
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Registriert: Mo 10 Dez, 2007 12:41
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Onja hat geschrieben:
(auf OG-Ebene und deren Mitglieder wissen da noch nichts davon. Außer diesem in die Foren eingestellten Schreiben und teilweise auf Schlittenhunde/Windhund/Rennsportseiten.
(ergänzt: doch im dvg und blv steht was!)

LG, Angela

ja toll !
DVG und blv haben nur das VDH - Schreiben eingestellt. Die angekündigte A N L A G E gibts nämlich noch gar nicht ( siehe Antwortschreiben des VDH an mich )
Da wurde ein Gespenst in die Welt geschickt und keiner weiß jetzt, was los ist :klatsch:
Deutsche Vereinsmeierei


Sa 17 Mär, 2012 12:25
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Beiträge: 809
... na aber hauptsache, wir tun was gegen doping :klatsch:

echt - unglaublich!

lg claudia


Sa 17 Mär, 2012 18:09
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Den Ansatz begrüße ich prinzipiell!

Da gibt's sicherlich "schwarze Schafe" denen Einhalt geboten werden soll und muss.

Ich habe das Ganze aber so verstanden, dass die Kosten beim VDH anfallen, wenn es keine Auffälligkeiten gab.
Allein aus diesem Grund werden solche Tests wohl keine sehr große Verbreitung erfahren.

Der VDH und die angegliederten Verbände kämpfen ja wohl um Mitglieder allgemein und Sportler im Speziellen, da passt so ein Gespenst ganz sicher auch nicht dazu.

Ich glaube, dass man sich hier eine rechtliche Grundlage schafft, solche Proben nehmen zu können wenn es zu Auffälligkeiten kommt.

Also abwarten und Tee trinken (natürlich ohne verbotene Zusätze ;-) )

_________________
LG Ralf

...und Kira auf der Regenbogenwiese


Sa 17 Mär, 2012 21:38
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Registriert: Mo 10 Dez, 2007 12:41
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Kiralf hat geschrieben:
Also abwarten und Tee trinken (natürlich ohne verbotene Zusätze ;-) )

Ja klar, wir bilden erst mal eine Kommission und warten ab :lachen: .
Jeder, der verneint, daß dieses Problem längst da ist, verschließt die Augen vor der Wirklichkeit auch im IOP-Sport.
Und nein, ich werde garantiert keine Einzelheiten verbreiten, man muß nur mal Augen und Ohren aufmachen.
Aber das geht wohl hier nach der Methode, wasch mir den Pelz und mach mich nicht naß. Und wenn sich dann mal einer ganz beliebt beim Verband gemacht hat, wird dem ( bzw seinem Hund) auf einmal das Pipi-Röhrchen hingehalten, denn man hat ja strenge Regeln.
Na toll :applaus:


So 18 Mär, 2012 09:33
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Hallo Burkhard,

Du sprichst in Rätseln, oder ich raff's einfach nicht.

Erst beklagst Du, dass Doping im Hundesport längst Einzug gehalten hat und dann sind Dir die Regelungen zu "Wischi Waschi".

Was stellst Du Dir denn vor?

Ich habe keinen Plan, aber ich betreibe das auch nicht als Leistungssport. :gruebel:

Wenn Hunde wegen benötigter Schmerzmittel nicht mal 'ne BH ablegen dürfen geht das zu weit.
Wenn aber Hunde für überregionale Meisterschaften mittels Chemie optimal "eingestellt" werden, um einen Verband, Verein, HF, Zwingernamen oder sonst etwas zu mehr Ruhm (und vllt. Welpenabsatz) zu verhelfen, gehört da ein Riegel vor.

Ich habe nur soviel von Deinem Post verstanden, dass Dir die Regularien zu unklar sind.

Stimmt das in etwa?

_________________
LG Ralf

...und Kira auf der Regenbogenwiese


So 18 Mär, 2012 21:28
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tja ralf,

nach den regularien ist es aber im moment so, daß ein hund, der ein schmerzmittel erhält (egal aus welchem grund und in welcher stärke), keine bh laufen darf. genauso wie ein chemisch kastrierter rüde (im gegensatz zum real kastrierten rüden) nicht starten darf.

die prüfung, die ich letzten herbst gemacht hab u-man (wo du auch gestartet bist), dürfte ich nach neuen regeln nicht starten, da u-man ja etwas gegen entzündungen auf die kleine wunde am bein bekommen hatte.

es ist sicherlich richtig, daß etwas getan wird, denn missbrauch gibt es überall dort, wo ehrgeizige menschen erfolge erreichen wollen. da steht der hundesport nicht allein. wichtig ist dabei immer das augenmaß und ich finde das, was aktuell veröffentlich ist, zu ungenau und teilweise auch falsch. es kann nicht sinn sein, daß ein chemisch kastrierter rüde keine bh mehr ablegen darf.

grüsse,

claudia


So 18 Mär, 2012 22:27
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Registriert: Mo 10 Dez, 2007 12:41
Beiträge: 578
Kiralf hat geschrieben:
Hallo Burkhard,

Du sprichst in Rätseln, oder ich raff's einfach nicht.

Ich habe nur soviel von Deinem Post verstanden, dass Dir die Regularien zu unklar sind.

Stimmt das in etwa?


Ganz genau :applaus:
Regelung ist ok, aber dann doch wohl bitte mit den konkreten Regeln zur Durchführung, um so für alle Beteiligten Planungssicherheit zu schaffen.
Z.Zt gibt es keine medizinischen Fakten, eine Anlage- die es nicht gibt- wird vorgegeben.
Kein Hundesportler weiß, was da auf ihn zukommt und wie er sich jetzt richtig verhält.
Das Ganze ist nicht schwarz und nicht weiß!


Mo 19 Mär, 2012 08:17
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Hallo zusammen,

für mich ist die Aufregung noch immer nicht nachvollziehbar, aber ich beziehe meine Informationen auch ausschließlich aus dem Schreiben, welches im Eröffnungs-Post dieses Themas verlinkt wurde. :gruebel:

Und da steht für mich Folgendes:
    Die Kontrollen können wirklich auf allen Prüfungen/Wettkämpfen stattfinden
    Startende Hunde sind entweder frei von in der Stoffgruppenliste aufgeführten Substanzen
    ODER man reicht ein Formular ein (solange es das nicht gibt eben formlos) aus dem Art, Menge und Zeitpunkt der verabreichten Substanzen hervorgeht und vom behandelnden Tierarzt mit entsprechender Diagnose bestätigt wird
    Mit diesen Angaben entscheidet der begleitende Tierarzt (auf der jeweiligen Veranstaltung) über die Startfreigabe
    Wird später im "Pipi-Röhrchen" was (von den vorab angegebenen Substanzen) gefunden ist das Ding durch
    Vereine können (in Absprache mit dem zuständigen VDH-Obmann) eigene Kontrollen durchführen und tragen die Kosten selbst...
    Bei den VDH-DM sind die Kontrollen nunmehr fast obligatorisch

Somit kann ich Claudias Ausführungen nur insofern folgen, dass ein Start nur dann nicht erlaubt ist, wenn man die Verabreichung der Substanzen vorab nicht gemeldet hat.

Bei OG-Prüfungen mit BH-Teilnehmern ist nach meinen Erfahrungen kaum mal ein TA dabei, dennoch kann man die Angaben beim Prüfungsleiter einreichen, dann ist man sauber (die Startfreigabe darf aber lt. dem Schreiben nur vom begleitenden TA verweigert werden...).

Und den TA möchte ich sehen, der eine Teilnahme an einer OG-Prüfung wegen (tierärztlich verordneter) Einnahme von Substanzen aus o.g. Stoffgruppenliste (und wegen Dopingverdachts) verweigert.

Leistungssportler mit Ambitionen auf VDH DM/ FCI WM müssen sich sicherlich damit auseinandersetzen.
Alle anderen können ja (bei permanenter Verabreichung solcher Substanzen) vorab mal den begleitenden TA der Veranstaltung befragen, ob er da einen Dopingverdacht hegt und die Startfreigabe verweigern würde. ;-)

Wir Deutschen haben so viele Bestimmungen, bei deren uneingeschränkter Einhaltung wir wahrscheinlich noch nicht mal leben dürften.

Von daher: Wo kein Kläger da kein Richter...

In diesem Sinne

_________________
LG Ralf

...und Kira auf der Regenbogenwiese


Mo 19 Mär, 2012 10:37
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hallo ralf,

wenn du per tierarzt-aufzeichnung dokumentieren kannst, daß die gabe des medikamentes vor der frist war, die laut liste des vdh ausschlussfrist ("Als Entscheidungsgrundlage dienen die Halbwertzeiten der Substanzen.") ist, dann bist du freigestellt, wenn die substanz festgestellt wird.

wenn also in der liste steht: sexualhormone und die kastrationsspritze vor der frist gegeben wurde, so gibts keine sanktionen. wurde sie aber danach gegeben, darfst du nicht starten.

die liste sagt nicht "das sind substanzen, die gegeben werden dürfen, wenn ein tierarzt das dokumentiert".
die liste umfasst substanzen, die als doping gelten.

grüsse,

claudia


Mo 19 Mär, 2012 10:51
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Hallo Claudia,

Du hast sicherlich noch viel genauere Informationen als das Schreiben, welches hier verlinkt wurde, aber in diesem ist von einer Ausschlussfrist nichts zu finden. :gruebel:

Dort heißt es unter 1. im zweiten Absatz:
    "Für Hunde, die in ärztlicher Behandlung stehen oder bis einige Tage vor dem Rennen standen,
    füllt der Eigentümer/Hundeführer ein Formular aus (Anlage), in dem Art, Menge und Zeitpunkt
    der verabreichten Substanz aufgeführt und vom behandelnden Tierarzt mit entsprechender Diagnose
    bestätigt sind."

Ich entnehme dem, dass ich meinem Hund am Morgen der Prüfung seine tägliche Dosis Arzneimittel bei z.B. HD/ED geben kann (die gelistete Substanzen enthält), diese Verabreichung (formlos oder per Formular) dokumentiere, ein Attest über die Leiden meines Hundes einpacke und zur Prüfung fahre.

Dort übergebe ich das Dokument dem begleitenden TA (bzw. Prüfungsleiter) und erhalte (nach Begutachtung des Gesundheitszustandes meines Hundes) eine Startfreigabe (oder eben nicht).

Wenn aber die (beispielhafte) Kastrationsspritze zwei Tage vor der Veranstaltung gegeben wurde, man jedoch angegeben hat, sie sei vor vier Wochen verabreicht worden, ließe sich diese Abweichung anhand der Halbwertzeiten nachweisen und man hätte ggf. mit Konsequenzen zu rechnen.

In dem oben zitierten Text steht, dass Hunde auch noch zum Zeitpunkt der Veranstaltung in ärztlicher Behandlung stehen können, was impliziert, dass sie (durch die fortdauernde Behandlung) unter Einfluss genannter Substanzen stehen können.

Was ich dabei meinem Hund zumute ist zunächst mir selbst überlassen und sollte verantwortungsvoll entschieden werden, das letzte Wort hat der Tierarzt.

Ich will mich hier nicht aufspielen und ich werde mein Lebtag an keiner VDH-DM teilnehmen, aber ich entnehme dem Rundschreiben nicht, dass es um Restriktionen einer BH oder ähnlich "unbedeutender" Prüfungen geht.

Bedenklich wird's jedoch z.B., wenn ein Hund nur unter Einfluss solcher Substanzen durch eine Prüfung geschleust werden kann, damit er die Zuchttauglichkeit erhält.

Da glaube ich aber auch, dass die verantwortungslosen Täter weiterhin Wege finden werden, um ihre Machenschaften fortzuführen und die verantwortungsvollen Hundehalter auch in Zukunft gewissenhaft abwägen, was sie ihren Hunden zumuten.

Es gibt halt jetzt auch dafür eine Regelung ;-)

_________________
LG Ralf

...und Kira auf der Regenbogenwiese


Mo 19 Mär, 2012 12:10
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Registriert: So 10 Apr, 2005 16:38
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hallo ralf,

dritter absatz des hier verlinkten schreibens:

"Aufgrund der Eintragung in diesem Formblatt entscheidet der amtierende Tierarzt/Dopingtierarzt über eine Startfreigabe. Als Entscheidungsgrundlage dienen die Halbwertzeiten der Substanzen. Eine Liste der Substanzen mit deren Halbwertzeiten liegt bei den VDH
Vereinen für die Tierärzte vor. Ein eventuell späteres Feststellen der aufgeführten Substanzen
anlässlich einer Dopingkontrolle, stellt den Hundehalter/Besitzer von Sanktionen frei. "

der satz "ein eventuell späteres feststellen ... " bedeutet doch folgendes:
- beim hund wurde eine verbotene substanz festgestellt
- über das blatt des tierarztes ist klar, daß diese substanz gegeben wurde - und zwar zeitlich so, daß eigentlich die "halbwertzeit" überschritten ist.
- dann kann der tierarzt entscheiden.

wenn aber die halbwertzeit für ein schmerzmittel, daß der hund wegen ed/hd erhält, 4 wochen beträgt, und der hund hat es am tag vor der prüfung bekommen (weil ja diagnose da und somit korrekt medikamentiert), dann ist es doping. eben weil zwischen gabe des medikamentes und prüfung eben die halbwertzeit nicht abgelaufen war.

ansonsten bräuchte ich doch nur einen tierarzt, der mir bescheinigt, es liegt eine erkrankung vor, die die medikamentierung notwendig macht und schon hätte ich einen freifahrtschein für die prüfung.

und die zucht ist dabei wohl am wenigsten relevant, denn die prüfungen, um die es schwerpunktmässig geht, sind nicht wirklich entscheidend für eine zuchtzulassung.

grundsätzlich kann aber jeder verein überprüfungen durchführen - auch auf og-ebene.

ausserdem: die dopingregeln gelten generell. nur weil nicht überprüft wird, heisst es nicht, daß sie auf og-ebene nicht gelten und dort doping (entsprechend der definition des schreibens) erlaubt ist.

um also nochmal zum kastrationschip oder der spritze zu kommen: wenn ich als prüfungsleiter weiss, daß ein hund einen chip trägt (und damit permanent mit sexualhormonen behandelt wird), darf ich den nach dieser regelung meiner meinung nach nicht zu einer prüfung zulassen. denn ich kenne den verstoss doch sogar ohne prüfung!

grüsse,

claudia


Mo 19 Mär, 2012 12:31
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Registriert: Do 04 Jun, 2009 22:08
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Wohnort: Brunow (MOL)
Hallo Claudia,

die Sache mit der Halbwertzeit sehe ich anders.

Ich gebe schriftlich an, dass mein Hund das letzte Mal vor zwei Wochen eine definierte Menge eines Mittels unter Beimischung einer gelisteten Substanz erhalten hat (wegen eines ärztlich attestierten Befundes).

Jetzt nimmt der die Prüfung begleitende TA eine Probe von meinem Hund (Blut/Urin) und kann anhand der Halbwertzeit der Substanz errechnen, wieviel davon nach zwei Wochen nachweisbar sein sollte.

Übersteigt der gemessene Wert dieser Substanz den auf Basis meiner Angaben errechneten, habe ich falsche Angaben gemacht.

Geht man bei der Halbwertzeit nicht davon aus, dass die nachzuweisende Substanz nach x Tagen nur noch mit halber Intensität im Körper vorhanden ist?

Oder bin ich da jetzt auf dem Holzweg? :gruebel:

_________________
LG Ralf

...und Kira auf der Regenbogenwiese


Mo 19 Mär, 2012 12:49
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