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 kiras erste fährte - Hobelspäne-Fährte 
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ich habe irgendwo gelesen, man nehme für die fährte hobelspäne, die gut mit dem duft von getrockneten pansen durchzogen sind. nun habe ich in einem müllsack hobelspäne mit pansen darin zu liegen. durch den schnee habe ich noch keine fährte ausgelegt. habe ja schon ein wenig hier im forum gelesen, aber diese möglichkeit der fährtenlegung habe ich hier nicht gefunden. sind hobelspäne ungeeignet? was meint ihr? und soll ich die hobelspäne auch in meine fußabdrücke legen oder kann ich die fährte parallel zu meiner spur legen?
ich habe vor, im wald zu fährten und habe nicht die absicht, irgendwelche prüfungen abzulegen.

bin gespannt auf eure antworten.
katrin mit kira Bild


Zuletzt geändert von Gast am So 07 Mär, 2004 13:58, insgesamt 1-mal geändert.



So 07 Mär, 2004 10:47
Alpha-Tier
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Registriert: Di 31 Dez, 2002 14:23
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Hallo,

Hobelspäne mit Pansengeruch auf der Fährte!???
Wo hast Du denn diesen "Tipp" her?
Wie genau soll das dann aussehen? Du läufst eine Fährte und verteilst dabei die Hobelspäne in den Fußtritten?
Was soll der Hund dann machen? Gibt es dann am eine Ende Belohnung? Den Pansen vielleicht?

Ich hätte dabei folgende Bedenken:
- Der Hund verwechselt die Hobelspäne mit echtem Pansen und frißt sie.
- Sind die Hobelspäne von unbehandeltem Holz? Ansonsten können Gerüche von Klebstoffen austreten, die vielleicht auch nicht ganz unbedenklich sind.
- Der Hund wird zum Sichtfährter ausgebildet, da sich die hellen Hobelspäne sehr gut vom Untergrund abheben.

Ich habe noch nie von dieser "Methode" gehört, bitte erzähle mir mehr davon.

Viele Grüße
Karin + Hera


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Gruss Karin & Feenja
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So 07 Mär, 2004 11:24
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Hallo,

ehrlich gesagt weiß ich auch nicht so recht, wozu das gut sein soll.
Der Hund benötigt einen Anreiz zum Fährten. Dies können entweder auf der Fährte ausgelegte Leckerchen sein (die er natürlich sofort beim Suchen fressen darf) oder der Geruch des Futters, aber dieses muss der Hund dann am Ende der Fährte auch finden und fressen. Was hat der Hund denn davon, wenn es immer nur toll nach Pansen riecht, aber er findet keinen? Und wenn Du den Pansen am Ende hinlegen willst, kannst Du statt der Hobelspäne besser eine Schleppfährte machen oder die Flüssigkeit des Fleisches auf die Fährte tropfen.

Gruß,
Andrea


So 07 Mär, 2004 14:33
nun ja, habe darüber wohl auch im retriever-forum gelesen. Bild zumindest habe ich mir das nicht ausgedacht. werde nochmal nachschauen, wo genau ich das gelesen habe und melde mich dann wieder. ich sollte auf der hälfte der fährte etwas einbuddeln und am ende den pansen fest eingewickelt hinlegen, so dass kira mir das "paket" geben muss und als belohnung dafür ein anderes stück pansen erhält...

katrin +kira


So 07 Mär, 2004 20:12
Das ist noch etwas, was ich nicht verstehe - wozu soll der Hund mir das Futter bringen und dann doch etwas anderes bekommen? Wichtig ist doch: Der Hund wird unmittelbar für seine Arbeit, in diesem Fall das Verfolgen der Fährte, bestätigt. Nun kommt er nach guter Arbeit an dem toll duftenden Ziel an, und was passiert? Er darf es nicht haben, sondern soll noch eine Aufgabe erfüllen! Wenn er dann nach dem Bringen von mir Futter bekommt, belohne ich damit das Bringen, aber nicht mehr die Sucharbeit.

Gruß,
Andrea


Mo 08 Mär, 2004 10:41
Alpha-Tier
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Beiträge: 3752
Wohnort: Wilnsdorf
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BEITRAG VON KATHRIN HIERHER KOPIERT:

Fährtentraining zur Freizeitbeschäftigung

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Wir unterrichten Fährtentraining als Freizeitbeschäftigung folgendermaßen:

Als erstes wird ein Pack Kleintierstreu - natürlich ohne irgendwelche Duftstoffe - in einen großen Sack gefüllt, dort hinein ca. 500 gr getrocknete Pansenstangen. Dies für ca. 2-3 Wochen "einlegen".

Anschließend wird mit diesem Streu eine Spur gelegt, anfangs sehr deutlich zu sehen (ist dann mehr für die Hundeführer eine Sehhilfe), später immer weniger Streu verwenden. Am Ende der Spur liegt ein großes Stück getrockneter Pansen, allerdings fest eingepackt, so dass es der Hund nicht fressen kann. Er soll dieses Stück dann bei mir gegen ein nicht eingepacktes Eintauschen. Wobei es am Anfang nicht wichtig ist, ob mir der Hund das "Fundstück" bringt oder es nur anzeigt.
Belohnt wird grundsätzlich nur mit Pansen, dieser Geruchsspur folgt er, also erhält er auch dies als Belohnung.
Natürlich müssen beim legen der Spur Wind- und Bodenverhältnisse berücksichtigt werden.

Später kann dann bei bedarf der Geruch gewechselt werden: getrocknete Leber, Lunge u.ä.

Für die Fortgeschrittenen gibt es auf dieser Fährte Dummyarbeit u.ä.

Der Vorteil dieser gelegten Spur: Sie kann mehrmals von vielen Hunden genutzt werden.
Meine Hunde gehen eine Spur "Just for Fun" auch noch nach mehreren Wochen ab, obwohl sie genau wissen, dass am Ende keine Belohnung liegt, wenn ich sie nicht gezielt auf die Spur ansetze.
Durch dieses Fährtentraining bringt man seinen Hund sehr leicht dazu, der eigenen Fußspur, oder von Bekannten, zu folgen. Kaya findet vermisste Gegenstände von völlig Fremden, wenn ich sie auf deren Spur schicke.

Gruß Wolf
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so habe ich es im retrieverforum gelesen, und mir nichts weiter dabei gedacht....und nun werde ich doch beginnen, darüber nachzudenken, ob ich nicht doch lieber mit den leckerlies arbeite, wie ihr das macht...noch liegt schnee...und ich muß mich ja auch nicht überschlagen...

katrin+kira

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Gruss Karin & Feenja
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Zuletzt geändert von Karin & Feenja am Mo 08 Mär, 2004 12:12, insgesamt 1-mal geändert.



Mo 08 Mär, 2004 12:10
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Zitat:
Der Vorteil dieser gelegten Spur: Sie kann mehrmals von vielen Hunden genutzt werden.
Durch dieses Fährtentraining bringt man seinen Hund sehr leicht dazu, der eigenen Fußspur, oder von Bekannten, zu folgen. Kaya findet vermisste Gegenstände von völlig Fremden, wenn ich sie auf deren Spur schicke


Und woher soll der Hund dann wissen, WELCHER Menschenspur er folgen soll, wenn da schon drei verschiedene Hunde mit Hundeführer drübergelaufen sind?

Katrin, ich würde Dir empfehlen, Dir dies durchzulesen, da wird auch genau erklärt, WAS der Hund auf der Fährte riecht: http://hometown.aol.de/ATibo/Faehrtenarbeit.doc

Gruß,
Andrea


Mo 08 Mär, 2004 12:51

Registriert: Mi 07 Jan, 2004 06:51
Beiträge: 27
Hallo,
ich hoffe, dass diese Methode nicht von einem Junghundeführer mit weiteren Ambitionen gelesen und ausprobiert wird. Diese Art kann ich zu keiner Ausbildungsmethode zuordnen, ausser einfach Beschäftigung mit dem Hund. Hat das etwas mit Fährten im eigenlichen Sinn zu tun?
Gruss Pt

_________________
Der Hund zeigt bei der Prüfung das Spiegelbild der genossenen Ausbildung.


Mo 08 Mär, 2004 14:02
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hallo noch mal,

ich wollte hier niemanden durcheinander bringen. in dem fall mit dem kleintierstreu ging es sicherlich "nur" darum, einen hund sinnvoll zu beschäftigen. ich habe nichts dagegen, wenn dieses thema wieder gelöscht wird.

an schnuppernase:

habe mir den link dazu schon am wochenende durchgelesen. hat mir gut gefallen und ich habe ihn auch in meinen ordnern gespeichert.

Der Hund wird unmittelbar für seine Arbeit, in diesem Fall das Verfolgen der Fährte, bestätigt. Nun kommt er nach guter Arbeit an dem toll duftenden Ziel an, und was passiert? Er darf es nicht haben, sondern soll noch eine Aufgabe erfüllen!

ich hatte darauf schon geantwortet, leider ist der beitrag verschwunden, ich konnte mit der quote nicht umgehen. aber wie ist es denn bei jagdhunden? die müssen doch auch das angeschossene bzw. tote wild zum jäger bringen und dürfen es nicht vorher vernaschen...

grüße von 13norge


Mo 08 Mär, 2004 14:51
Hier wird nix gelöscht! Bild Dies ist ein Diskussionsforum, und wir sind doch dazu da, um Ausbildungsmethoden zu besprechen!

Zu deiner Frage nach den Jagdhunden: Für mich ist es ein Unterschied, ob der Jagdhund eine Wildspur verfolgt - dies ist sein ureigener Instinkt (deshalb verfolgt er auch die duftende Pansen- oder Leckerchenfährte bei uns). Er darf aber die Spur auch mit hoher Nase verfolgen, Hauptsache er findet das Wild. Er tut das von ganz allein, ohne dass wir es ihm beibringen müssen. Wir verlangen aber von einem Fährtenhund, dass er die Fährte mit tiefer Nase verfolgt, sich nicht nach dem Individualgeruch, sondern nach dem Duft am Boden richtet. Wir wollen ihm einen ganz bestimmten Suchstil anerziehen. Die Jagdhundeausbildung unterscheidet sich also in vielen Punkten von der Fährtenhundausbildung. Das Jagen an sich ist eine selbstbelohnende Handlung - dies merkt man, wenn ein Hund wildern geht. Er geht auch dann noch wildern, wenn er 100 mal keine Beute gemacht hat. Ich bezweifle jedoch, ob er auch noch nach 100 Sportfährten ohne Belohnung eine Fährte begeistert und vor allem korrekt und tiefnasig verfolgen würde...
Das ist schwer zu erklären irgendwie...

Fakt ist: Wenn Du den Hund für etwas bestimmtes belohnen möchtest, muss diese Belohnung so schnell wie möglich nach dem gewünschten Verhalten stattfinden.

Aber Katrin, frag ruhig weiter, dazu ist das Forum da!

Gruß,
Andrea


Zuletzt geändert von Schnuppernase am Mo 08 Mär, 2004 15:03, insgesamt 1-mal geändert.



Mo 08 Mär, 2004 15:03
Alpha-Tier
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Registriert: Di 31 Dez, 2002 14:23
Beiträge: 3752
Wohnort: Wilnsdorf
Genau! Hier wird nix gelöscht!

So können wir wenigstens dieses Negativbeispiel benutzen, um andere, die auch von dieser "Fährtenmethode" gehört haben, davon abzuhalten. Bild

Ich denke auch, dieses kann man höchstens zur lustigen Hundebeschäftigung machen, aber mit der sportlichen Fährtenarbeit hat es sehr wenig zu tun.

Aber ich finde es gut, wenn auch solche Beiträge geschrieben werden, haben wir doch auch wieder was dazu gelernt Bild Bild

Gruß
Karin + Hera

und denk daran Bild

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Gruss Karin & Feenja
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Mo 08 Mär, 2004 17:10
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Ich denke nur weil man eine Ausbildungsmethode nicht kennt und-oder nicht
versteht, ist es anmaßend, zu sagen diese Methode wäre ein Negativbeispiel.
" Was der Bauer nicht kennt , frißt er nicht ".
Ich denke so wie dort ausgebildet wird, wird es auch auch keiner erwarten
das aus diesen Hunden ein Fährtenhund in unserem Sinne wird.
Diese Hunde werden zur Freisuche ausgebildet im Bereich des eventuellen
Rettungshundes oder als Jagdhunde.Diese Hunde müssen nicht so wie
unsere Hunde. die Nase nur auf der Erde haben, sie orientieren sich auf
der Erde ,werden aber von Ihren Führern geschickt.

Gruß Claudia


Di 13 Apr, 2004 17:10
Hallo Claudia,

ist ja gut und schön, aber wir sind ein FÄHRTENHUND-Forum, und wir haben nur dargestellt, dass diese Methode zur FÄHRTENarbeit nicht sinnvoll ist. Dass man sie für andere Sachen benutzen kann, hat niemand bestritten - zur Sportfährtenhund-Ausbildung taugt es aber nichts, und die Gründe wurden auch dargelegt.

Gruß,
Andrea


Di 13 Apr, 2004 18:43
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