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 Akzeptanz der anderen 
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Registriert: Sa 05 Feb, 2005 13:13
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Hallo zusammen,
also ich bin ja sicher eine der ersten die laut "hier" schreit wenn es darum geht, meine hunde auch in der fährte mit einem gewissen zwang abzusichern. beschrieben, was man eben irgendwann nicht mehr duldet hat juschka ja schon sehr passend in dem anderen thread "zwangsfährte".

ich kann das argument, dass obi/agi-leuteso toll mit ihren hunden sind auch nicht mehr hören, denn es timmt ja so nun auch ganz und gar nicht.

was ich aber andersherum auch erst vor 2 wochen auf deutlichste art und weise bestätigt bekommen habe: kein anderer hundesportler belächelt dermaßen andere sportarten und zeigt so wenig anerkennung und interesse wie der VPGler!
ich habe ja mit alfons vor 2 wochen die RH2 gemacht; auf dieser prüfung wurden 17 VPGhunde, 2FH, 3 RH2 und 1 Stöberprüfung geführt.
wir RH, FH und StP HF haben uns auch die VPgler angesehen (bis vor 3 wochen gehörte alfons schließlich auch noch voll dazu!) - die VPGler zeigen aber weder interesse noch anerkennung der anderen sondern sehen sich als krönung der schöpfung!!

treu nach dem motto: ach, du machst RH/F ? dann beißt der wohl nicht??

schade, auch mein hund hat VPG3, IP3 und das mit 98 SD - weil der nicht beißt... Bild
die boderhündin erstöberte sich 96 punkte in der StP3 - es waren außer LR und PL nur wir 3 RHF zum gucken vor ort.
die arbeit der beiden flächensucher mitten im wald war beeindruckend (als vesteckperson bekommt man einen ganz anderen blickwinkel) und alfons fährten von saat in den hüfthohen raps bis zur versteckpeson war auch klasse. ebenso der FH2, dem nur 3m vor der nase ein hase weglief - er blieb völlig cool und bekam 98 punkte.
alles tolle leistungen; nicht zu vergessen die gewandheit der RH - das soll ein VPGler erstmal machen mit seinem hund.
ich arbeite ja selber mit der hündin VPG, mit alfons aber FH/RH. beides hat tolle seiten, obwohl ich feststelle, dass ich vom VPG weiter abrücke. ein FH/RH fällt eben mal durch - na und? der VPG-hund wird sofort zerredet, taugt nix, HF blöd usw.
das finde ich ehrlich gesagt sehr sehr schade. warum kann man die leistungen der anderen nicht akzeptieren und vor allem mal anerkennen?
ich sehe VPG-prüfungsfährten die ich eine frechheit finde...da braucht man gar keinen hund mehr für, so leicht ist das gelände oft... Bild
und wenn es dann 99 gibt klopft man sich auf die schulter, wie toll der hund doch sucht, geht zur LGA, bekommt dort evtl. "richtigen" boden und sieht scheiße aus - dann war´s der FL, hund, LR oder gelände; wie immer!
wie seht ihr das?
gruß
nickel

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Liebe Grüße, nickel


Di 20 Nov, 2007 09:48
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Registriert: Do 06 Sep, 2007 10:28
Beiträge: 141
Ich bin ja ganz neu im Hundesport. Ich möchte trotzdem schon was dazu sagen. Ich habe eine Schäferhündin und habe überlegt, was ich machen soll. Ich habe einer VPG´lerin erzählt, dass mich auch THS und Obedience interessieren. Da meinte sie doch glatt: "Mach das net. Die VPG´ler lachen darüber, wenn du mit einem Schäfi das machst!" Wie bitte was????? Hallo??? Geht´s noch? Darf ich bitte noch selbst entscheiden was ich tue und was nicht? Finde ich persönlich absolut daneben!

Ich möchte trotzdem den VPG Sport machen. Weil es mich interessiert und ich den Sport toll finde. Ich interessiere mich aber auch für Obedience. Vielleicht mach ich später mal beides. Keine Ahnung. Warum nicht?

Ich bin ja gerade auf der Suche nach einem guten Verein. Auch ich Clicker und es macht meinem Hund und mir sehr viel Spaß. Und wenn ich mich jemand deswegen belächelt, ja und? Da muss ich mich halt durchsetzen oder zum nächsten Verein gehen! ES IST IMMER NOCH MEIN HUND. Und da darf ich wohl entscheiden, was ich tue oder nicht tue!!! Da muss man halt mal den Ar... in der Hose beweisen Bild ! Oder nicht?

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Viele Grüße
Christina und Fusselbirne Dori

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Zuletzt geändert von Chrissi82 am Di 20 Nov, 2007 10:02, insgesamt 1-mal geändert.



Di 20 Nov, 2007 10:01
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Ich hab wohl echtes Glück mit meiner hundesportlichen Umgebung. Jedenfalls finden es bei uns alle klasse, dass ich mit dem alten Nino, der nächste Woche seinen letzten prüfungsmäßigen Auftritt im VPG-Bereich haben wird, danach noch Stöberprüfungen machen will. Ich kenne auch einige VPGler, die sonst Landes- und Bundesebene führen, die mit ihren Hunden mal die RH1 laufen, just for fun, um eine Prüfung vollzumachen.

Allerdings weiß ich auch, dass das "normalerweise" oft leider anders ist und finde es zum Ko***. Hab ja mit Valko selbst zweimal die Bundessiegrprüfung mitgeführt im Agility. Da wurde man tlw. von Mitgliedern der eigenen Landesgruppe nicht mal gegrüßt. Schöner Kommentar ist auch immer "das bring ich dem Hund ja an einem Tag bei" Bild
Andersherum nervt es grandios, von Agi- und Obi-Leuten immer diese (im anderen Thread besprochenen) Vorurteile ggü. VPGlern zu hören.

Ein bisschen mehr Toleranz von beide Seiten wär einfach sehr entspannend Bild


Zuletzt geändert von Schnuppernase am Di 20 Nov, 2007 10:55, insgesamt 1-mal geändert.



Di 20 Nov, 2007 10:12
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Registriert: Fr 18 Mai, 2007 14:30
Beiträge: 738
Wohnort: Hotzenwald
Also ich oute mich jetzt hier mal als Obiler Bild
Wir trainieren bei uns auf einem SV Platz und werden von manchen "alten" doch etwas seltsam angeschaut, nach dem Motto "ach das ist gar keine Plauschgruppe was die da machen?" manchmal ist das schon deprimierend. Wir haben bei uns auch einen Schäfer in der Gruppe, der Besitzer wird immer etwas komisch angeguckt weil er keinen Schutzdienst macht.
Auf der anderen Seite sind aber auch Kromfortländer im SD, die Besitzerin wird bei Prüfungen auch immer etwas seltsam angeguckt Bild
SD wäre jetzt definitiv nix für uns, aber im Obi muß man ja auch Unterordnung laufen und Fährte bauen wir gerade auf, also sind bei uns die Grenzen nicht ganz so eng gestrickt.
Bei uns im Verein beteht der Unterschied eher im Umgang mit den Hunden. Ich kann einen Hund nicht nur im Zwinger halten oder ihm daheim alles durchgehen lassen und auf dem Platz soll er "funktionieren". Das ist bei uns leider der große Unterschied zwischen den (meissten) VPGlern und den "anderen"
lg
Martina


Di 20 Nov, 2007 10:45
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Registriert: Do 06 Sep, 2007 10:28
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Zitat:
Ein bisschen mehr Toleranz von beide Seiten wär einfach sehr entspannend


Vollkommen richtig Bild . Aber das ist nicht nur im Hundesport so!
Ich würde einfach selbst mit gutem Beispiel voran gehen. Und ich finde es super, wenn man mit dem Hund etwas macht, egal welche Sportart das ist. So lang es mit Herz und Verstand gemacht wird Bild !

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Viele Grüße
Christina und Fusselbirne Dori

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Di 20 Nov, 2007 10:58
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Registriert: Fr 27 Okt, 2006 22:43
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Genau dieses Thema hatten wir jetzt auch in unserer Mantrailgruppe. Da gibt es auch Hundebesitzer die auf die klassische Fährte schwören und auf die Trailer herab gucken (die Erfahrungen der anderen Gruppenmitglieder). Auch da ist jeder gut ausgebildete Hund ein Spezialist auf seinem Gebiet. Nur ist die Art der Suche eine andere.
Gruß Heidrun

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Viele Grüße von Heidrun und Yukon


Di 20 Nov, 2007 15:59
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Registriert: Di 10 Aug, 2004 19:35
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Ich kenne solche uns solche.
Ich denke ich kann da gut mitreden, habe ich mit Ronja jahrelang "nur" THS, Agility und Obedience gemacht.
Jetzt bin ich u.a. auch wieder "neu" im VPG - und ja, es gibt sie immer noch, diejenigen, für die nur VPG Anerkennung verdient...
Ich finde es schade, sehr schade.
Anerkennung hat jeder verdient, der seinen Hund anständig und gut ausbildet - ob ich selber Spaß an der entsprechenden Sportart finde oder nicht.
Ich werde auch belächelt, weil ich mit einem solchen "Triebmonster" munter in der UO clickere und wenn ich sage, daß ich eine exakte Fussarbeit will, weil der Hund auch eventuell mal im Obedience starten soll - dann ernte ich schon den einen oder anderen seltsamen Blick oder gar Spruch.
Aber wie Chrissi so schön schreibt: "es ist mein Hund" Bild

Es gibt aber auch hartgesottene VPGler, die sich dann auch mal ne komplette Obedience Prüfung mit mir anschauen gehen und bei einer sauberen OB3 anerkennend durch die Zähne pfeifen Bild

_________________
Liebe Grüße,

Carmen


Ich bin ...Patagonien


Di 20 Nov, 2007 17:22
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Registriert: So 26 Aug, 2007 18:31
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Hundefreak schrieb
Zitat:
Es gibt aber auch hartgesottene VPGler, die sich dann auch mal ne komplette Obedience Prüfung mit mir anschauen gehen und bei einer sauberen OB3 anerkennend durch die Zähne pfeifen


genau, ich habe mir im Sommer einmal THS angeschaut und war auch von einigen Startern und deren Leistung begeistert, was ich durchweg schade finde ist dass in der Wertung kein Element "sportsgeist" oder "fairness zum partner" erkennbar ist. Ich habe applaudiert bei Teams die nach einem wirklich schönen Lauf ankamen und ich war betroffen von einem Starter dessen Schäferhund (könnte auch anderen Rassen passieren) am letzten Tor vorbeigelaufen ist und der den Hund daraufhin in militärischem Geschrei mit Sitz-Fuss-Sitz-Platz-Fuss-Serien "bestraft" hat. Der arme Hund ist neben ihm geschlichen und hat jeden Befehl mit eingerolltem Schwanz und angelegten Ohren befolgt während aussenrum das Laub von den Bäumen gefallen ist von diesem Geschrei.
Eine Sportordnung die solche Auswüchse zulässt oder gar fördert sollte geändert werden, wenn die Radfahrer hinterher das Rad kaputt treten weil es zu langsam rollt - egal, aber den Hund zusammenschreien weil man nicht das Ziel erreicht ?

ich weiß dass in den letzten 20 Jahren einiges besser geworden ist, auch in den Hundevereinen, aber optimal ist es noch nicht überall

Heinz


Di 20 Nov, 2007 18:37
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Also mir ist aufgefallen, dass die VPGler, die am Zaun einer Prüfung zusehen, nur damit beschäftigt sind, die Fehlerpunkte des führenden Team von der 100 abzuziehen und jeder rechnet dann die Punktzahl aus, die er geben würde.

Bei ner Agi-Veranstaltung ist vielmehr Teamgeist und Zusammengehörigkeitgefühl zu spüren. Man freut sich mit, auch
wenn´s der "Gegner" ist und trauert bei Fehlern.
Auch das Drumherum ist viel entspannter und lockerer.

Viele Grüsse
Karin + Hera

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Gruss Karin & Feenja
()_()_.-" "-.,/)
;.. `; -._ , ` )_
( o_ )` __,) `-._)


Di 20 Nov, 2007 18:56
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Zitat:
Bei ner Agi-Veranstaltung ist vielmehr Teamgeist und Zusammengehörigkeitgefühl zu spüren
*ähem* Ich habe auf diversen Agi-Tunrieren leider auch schon erlebt, dass bei nem Fehler dann im Publikum "gut so" oder was ähnliches geraunt wurde...


Di 20 Nov, 2007 19:23
Nachdem ich die ganzen Berichte gelesen habe, kann ich einigen nur zustimmen. Die ganze Arbeit mit meinem Labrador, die ganzen Jahre, die da mit Training vergangen sind - Anerkennung in meinem VPG-Verein? Fehlanzeige, da wird man nicht mal auf ner Vereinssitzung erwähnt. Muß dazusagen, der Verein bietet Breit. und VPG an, habe mir OBI mittels PO selber beigebracht (vor 6/7 Jahren gab es in unserer Nähe kein Obi-Verein war) und ich brauchte die Mitgliedschaft des DVG. Jetzt habe ich einen Mali und möchte ihn im VPG ausbilden - und es kommen ständig von irgendwelchen Leuten Bemerkungen wie - jetzt hat se sich endlich mal einen RICHTIGEN Hund zugelegt. War mir nicht bewußt, daß ich vorher mit einem Eichhörnchen gearbeitet habe... Bild

Ich denke ALLE Sportarten haben auf ihre Weise ihre Schwierigkeiten und Berechtigung und es dauert ewig lange bis man mal ne Prüfung laufen kann. Wenn ich bedenke, daß ich vor 3 Jahren!! mit der Fährte angefangen habe und jetzt erst FH 1 gemacht habe - da lachen bestimmt auch so einige.

Zu meiner Verteidigung muß ich sagen, daß mir nie einer aus unserem Verein mit der Fährte mal geholfen hat und ich alles mittels Bücher selber herausfinden mußte. Als ich jetzt wie gesagt die FH 1 zum ersten Mal supi bestanden habe, mußte ich festellen das es mit mir nur ein paar Leute im besagten Verein waren, die das geschafft haben. (soviel mir jed. bekannt ist). Und weil eben nie Hilfe zu erwarten war, habe ich zum Trotz die Prüf. woanders gemacht.. Bild Bild Jetzt werde ich dort z. Z. in der Luft zerrissen Bild

Jetzt benutzte ich diesen bewußten Verein nur noch zum Allein-Training, ich hab einen Schlüssel und kann mal in Ruhe neue Sachen probieren.... Bild Bild Muß mich jetzt anderweitig orientieren...

Und zu meinem Mali kamen schon diverse Sprüche wie - wäre doch schade mit so einem Hund OBi oder ähn. zu machen...HALLO???? Sind die noch normal?

Da Obi auch gut mit einem "älteren Hund" machbar ist (Hürde ist niedrig und es gibt die meisten Punkte fürs absolut "exakte" arbeiten, z. B. gezeigte Richtungen folgen, Gegenst. identifizieren usw. ) - werde ich das mit ihr später auf jeden Fall weiter verfolgen. Nur erst OBi - dann VPG ist wenig sinnig, da ein ordentlicher Junghundaufbau im VPG ganz wichtig ist.

Am schönsten finde ich, wenn in den versch. Sportarten auch versch. Hunderassen vertreten sind, ist viel abwechslunsreicher, als nur Border C. beim OBI (obwohl die fast unschlagbar sind Bild Bild ) und DSH beim VPG. Aber ich glaube, so weit sind wir noch nicht..... LG Kerstin, Braenda, Spike & Ghandi


Zuletzt geändert von Ghandi am Di 20 Nov, 2007 21:05, insgesamt 1-mal geändert.



Di 20 Nov, 2007 20:54

Registriert: Di 31 Dez, 2002 19:30
Beiträge: 1885
Ich denke das ah und oh ist die gegenseitige Anerkennung der Sportarten.
Ich habe selbst schon fast alles durch, war DM im THS, habe den Agi-Trainerschein (aus Prinzip, weil mir jeder erklärt hat, das wäre ja so schwer von THS auf Agi umzusteigen Bild ), habe RH und Stöberprüfung, Obi, FH alles rauf und runter und VPG.

Ich sehe die Lockerheit in Agi und Obi längst nicht so wie sie immer gepriesen wird - viele Leute sind auch hier extrem ehrgeizig und gönnen dem anderen keinen guten Lauf, eine perfekte Kontaktzone oder eine perfekte techn. Übung.

Natürlich ist das auch beim VPG so - leider.
Ich denke, dass es hier aber offensichtlicher ist, weil VPG zumindest in Rassezuchtkreisen immer noch einen Haufen Geld bringt, wenn man einen Meistertitel holt, oder zumindest überregional sehr gut unterwegs ist.
Vergleicht doch mal: Wer geht wohin zum Decken (abgesehen von den Schaulinien) - geht der DSH zum Sieger der BSP oder zum Agi-Sieger? zum RH-Weltmeister? Zum Obi-champion?
Und wo nunmal Geld fliesst ist Neid...

Aber genau aus diesen Gegensätzen heraus kommen dann die Sprüche, aber hinüber genauso wie herüber.
Ich war langgenug im Obi/Agi und THS-Bereich unterwegs und trotzdem macht es mich einfach wahnsinnig, wenn v.a. in diesen Bereichen ständig die Hunde an der Leine rumgezerrt werden, am Ring dabei sein müssen, auch nie zur Ruhe kommen, rumkläffen, spielen und dann in den Pausen auch noch möglichst frei rumrasen. Wenn jeder erstmal sein Deckchen für den Hund ausbreitet und man dann irgendwann keinen Zuschauerplatz mehr findet, weil die Hunde rund um den Ring plaziert werden.
Wenn man dann einen Hund hat, der das schlicht nicht mag - das muss nicht mal der extreme Raufer sein -wird man schief angeschaut.
Zudem will ich gar nicht ununterbrochen auf meinen Hund aufpassen müssen, dass ich ihn nicht trete, mich nervt es ihn ständig an der Leine haben zu müssen usw.
Das sind einzelne Vorkommnisse oder Sachen, die aber oft dann belächelt werden - "denn VPG Hunde sind ja alle bösartig, aber mit unseren geht das".
Natürlich gibt es leider immer noch VPGler die den Hund zweimal die Woche aus dem Zwinger holen und dann hat er zu funktionieren, aber die Regel ist das nicht mehr. Mein Hund ist Bestandteil der Familie mit einer deutlichen Hierarchieebene nach unten und wenn ich sage sie haben zu folgen, dann meine ich das so und sofort, egal ob auf dem Platz oder zuhause.
Gerade aber in diesen Ausbildungsgruppen Agi / Obi / THS denke ich mir oft: "Geduld, Clicker usw. ist ja recht, aber sehen die HF und Ausbilder nicht, dass sie leider viel zu oft schlichtweg verar.... werden?"

Dass hier einfach mal ein wenig mehr "Strenge" also Diszplin rein muss? Dass heisst nicht gleich wieder Stachel...aber leider erlebe ich viel zu oft das "Bitte, bitte" wo ich mich dann schon frage wer hier einen Schuss hat, denn das hat nichts mit Ausbildung zu tun, das ist Beschäftigungstherapie für den Hund, mehr aber auch nicht....

Alles ist recht, hauptsache Liebe und keinen Zwang? Aber wehe man sieht sie mal tagsüber unterwegs, wenn der Hund an der Leine zieht oder sonstwas...das sind dann trotzallem auch Welten.

Ich kenne inzwischen einige, die auch z.B. im Obi mit Stachel arbeiten, aus den selben Gründen wie ich auch - denn für mich sind Agi und Obi und all die anderen Sachen keine Philosophien sondern erstmal neutrale Hundesportarten, auf die man von verschiedenen Seiten und unterschiedlichen Methoden rangehen kann - so wie es eben auf HF und Hund passt. Aber Obi heisst nicht ultimativ Clicker und Agi nicht automatisch "Fun" - und VPG nicht automatisch "Tierquäler"

tschau juschka


Di 20 Nov, 2007 22:38
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Registriert: Sa 05 Feb, 2005 13:13
Beiträge: 754
Hallo Juschka,
ich für meinen Teil mache ja nun selber mehrere Arten des Hundesports und natürlich sind wir VPGler nicht Tierquäler und alle anderen nicht.
Das habe ich nie gesagt und es wäre auch lächerlich, tragen meine Hunde bei Bedarf Stacheln und diese werden eingesetzt, wenn nötig - ICH bin der Chef!

Sicher gibt es in jeder Sportart Neider, die einem den Punkt am Tag X nicht gönnen - das steht außer Frage! Was ich mit Akzeptanz meine ist die Tatsache, dass der meiste Teil der VPGler die anderen Sportarten belächeln und kaum bis gar kein Interesse daran zeigen. Und wenn, dann wird das mit einem süffisanten Lächeln kommentiert "ist ja ganz witzig, wie die über eine Wippe/Leiter gehen; sieht niedlich aus!"
Da könnt ich Bild Bild

Ich äußere dann immer, dass sie doch ihre auf Wiederholung genormten VPG-Hunde mal in der UO durcheinander führen sollen; erst Apportieren, dann Steh, dann Freifolge usw. usw.
Oder aus der Sicht als FH-HF kann ich ihnen gerne mal auf ANSTÄNDIGEM Boden eine Fährte legen - nicht auf Gelände, wo man schon bei nirmaler Gangart 10cm tief einsackt - auf der Prüfung wird dann getrampelt und der Hund braucht nur in der Schneise bleiben... Bild
Letztes WE erst: auf einer Prüfung mit 2 FH und 8 VPG führte eine Freundin von mir ihre Airedalehündin.
Hündin kommt auf den Platz, Kommentare: "Och, gukc mal, ein Terrier!"
Hund macht eine vorzügliche Fußarbeit, KOmmentar: "Macht sie aber gut!"
Sitz, Platz und Steh ohne jegliche Beanstandung (und der Hund hat schon mehrfach im SV ein V in der UO gelaufen) - da wurden die erst lächelnden Gesichter immer leiser und länger...
Die Hündin bekam verdiente 97 Punkte und keiner der DSH kam da noch dran.
So voreingenommen war man gegenüber einer anderen Rasse.
Statt sich zu freuen, mal anderen Hunde beim Arbeiten zu sehen (die Rassen unterscheiden sich nun einmal) - nein, da wird erstmal gelächelt...
DAS meine ich mit Akzeptanz der anderen!!
Schließlich machen wir alle Hundesport und jeder leistet in seiner Sparte viel Arbeit und Fleiß - das sollte mal Anerkennung finden; alleine durch Interesse, Zusehen und Applaus kann man das zeigen!
Ist das zuviel verlangt?
Gruß
nickel, die schon mit dem VPG-Baby fährten war, apportiert hat und mit dem Alfi die Leiter geübt hat... Bild

_________________
Liebe Grüße, nickel


Mi 21 Nov, 2007 09:35
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Hallo Nickel, ich verstehe, was du meinst. Juschka hat bestimmt etwas mehr Glück, was den Verein betrifft. Bei uns ist es ähnl. wie bei dir! Da stehen die Leute auch am berühmten Zaun bei der Prüfung und dann wird jeder Punkt abgezogen, wo was nicht ganz so gut war. Die reden sich regelrecht die Köpfe heiss, wieviel Pkt. es dann letztendl. werden. Man gibt doch sein bestes und viele Klug...... müssen ständig andere madig machen - meistens die, die selber bisher nur ne BH geschafft habe und auch bisher keine bessere Leistung gezeigt haben.

Einmal war ich schon kurz davor, zu jemanden, der neben mir stand, zu sagen - Mann, geh doch auf den Platz und MACHS besser!! Ich kriege dann immer richtig schlechte Laune..... LG Kerstin, Braenda, Spike & Ghandi


Mi 21 Nov, 2007 14:38
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