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 Interessantes zur Fährtengentik 
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Alpha-Tier
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Registriert: Di 31 Dez, 2002 14:23
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Hallo liebe Fährten-Fachwelt,

ich möchte Euch folgenden Beitrag von Maik (herzlich willkommen hier Bild ) aus dem LHF nicht vorenthalten:

Kein Thema hat die Fachwelt so sehr gespalten, wie die Geschichte der Fährtengenetik. Sie steckt noch heute voller Geheimnisse, Missverständnisse und Angstvorstellungen...
Ich hab mich mal zum Thema Fährtengenetik belesen. Hier ein kurzer Abriss:
Wie allen erfahrenen Hundeführern bekannt sein dürfte, wird bei der Verschmelzung der Samen- mit der Eizelle im Uterus eine Verdoppelung des Chromosomensatzes provoziert. Infolgedessen muss, um eine erfolgreiche Fährtenarbeit überhaupt zu ermöglichen, der Kumulation der W- und F-Chromosomen besonderes Augenmerk gelten.
("W" steht für Wald- und Wiesenjäger, "F" für Feldjäger) Das bedeutet, dass naturgemäß die Wald- und Wiesenjäger und die Feldjäger unterschiedliche Methoden zur Nahrungsbeschaffung entwickelt haben. (Feld = Acker... es gibt aber kein fährtenbedingtes A-Chromosom, dieses ist dem "Allrounder" vorbehalten.)
Bei Hunden gibt es nun eine Besonderheit. Es lagert sich nur ein Chromosom am DNA-Stamm direkt an, das zweite (andere) wird vorerst an einem Seitenast geparkt. Je nachdem wie der Zufall es so will haben wir anfangs einen F-Hund oder einen W-Hund.
Wird nun ein Hund ausschließlich auf Acker gearbeitet, der eigentlich ein W-Chromosom hat, dann kann man beobachten, wie das geparkte F-Chromosom von seiner Parklücke aus einen Angriff auf das W-Chromosom am Stammende startet. Da das W-Chromosom noch keine Kondition hat, wird es vom "F" aus seiner eigentlichen Position verdrängt und auf´s Abstellgleis geschoben.
Bei einem W-Hund, der nur in Wald und Wiese gefordert wird, verkümmert das F-Chromoson, wird isoliert und anschließend absorbiert. Eine erneute Aktivierung ist nur mit Hilfe einer Frischzellenkur möglich.
Je nachdem, wie ich nun welches Chromosom durch appetenzbedingte Ausrichtung stärke (konditioniere), erhalte ich einen entsprechenden Jägertyp. Im Idealfall habe ich nun die Möglichkeit, durch Training dem Hund einen biologischen Schalter einzubauen, mit dem ich den Seitentrieb mit dem Parkplatz zum Stammfortsatz digitieren kann. Dies funktioniert aber nur so lange, wie sich nicht veranlagungsbedingt ein M-Chromosom an die Schaltstelle setzt und diese damit überbrückt bzw. einen Kurzschluß in den interaktiven Nervenbahnen auf neuronuklearer Basis verursacht. (M-Chromosom = Kurzbezeichnung für Maus-Chromosom).
Das hätte zur Folge, dass der jeweilige Hund in einer Konfliktsituationen ein Problem mit dem Erkennen des Sinns der Fährtensuche bekommt. Erfahrene HF sagen dazu auch "Mäuschenfangen". Die dabei gezeigten Sprünge sind biozyklonisch nicht unterdrückbare Übersprungshandlungen.

Ungeeignet sind Hunde für die Fährtenarbeit auf verschiedenen Geländeformen dann, wenn folgende genetische Konstellationen auftreten:
- Vater = reinerbig F + Mutter = reinerbig F
- Vater = reinerbig W + Mutter = reinerbig W
- beide Elternteile mischerbig Wm oder wM
- beide Elternteile mischerbig Fm oder fM

Also liebe Züchter, achtet bitte darauf, dass ihr bei der Auswahl eurer Zuchttiere immer genetische Vielfalt in Bezug auf F und W habt (muss mischerbig sein).

Es ist also völlig egal, welche Ausbildungsmethode ich anwende, welches Gelände vorhanden ist etc. Das ist völlig Wurst!
Es kommt immer auf die Genetik an.

Hier die entsprechende Dissertation
Fährtenreinheit/-mischerbigkeit

MfG
Maik


Danke an den Autor, dass ich den Beitrag hierher kopieren durfte!

Gruss
Karin + Hera

_________________
Gruss Karin & Feenja
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Fr 12 Aug, 2005 21:25
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Registriert: Mo 18 Jun, 2012 14:27
Beiträge: 33
Ich muss jetzt doch mal ein paar dumme Fragen stellen, da ich nicht ganz folgen kann :gruebel:

Karin & Feenja hat geschrieben:
("W" steht für Wald- und Wiesenjäger, "F" für Feldjäger) Das bedeutet, dass naturgemäß die Wald- und Wiesenjäger und die Feldjäger unterschiedliche Methoden zur Nahrungsbeschaffung entwickelt haben.


Durch welche Merkmale lassen sich diese Jägertypen differenzieren? Ist es das Suchbild als solches oder mehr das bevorzugte Gelände, angenommen sie hätten die freie Wahl?
Was zeichnet den "W"- Hund, was den "F"-Hund aus?

Karin & Feenja hat geschrieben:
Je nachdem wie der Zufall es so will haben wir anfangs einen F-Hund oder einen W-Hund.
Wird nun ein Hund ausschließlich auf Acker gearbeitet, der eigentlich ein W-Chromosom hat, dann kann man beobachten, wie das geparkte F-Chromosom von seiner Parklücke aus einen Angriff auf das W-Chromosom am Stammende startet. Da das W-Chromosom noch keine Kondition hat, wird es vom "F" aus seiner eigentlichen Position verdrängt und auf´s Abstellgleis geschoben.
Bei einem W-Hund, der nur in Wald und Wiese gefordert wird, verkümmert das F-Chromoson, wird isoliert und anschließend absorbiert.


Also kann man bzw. sollte man die Veranlagung durch gegenteilige "Prägung" bzw. Ausbildung kompensieren um idealerweise beide Jägertypen zu erhalten, sodass kein Chromosom in der Warteschleife verkümmert bzw. absorbiert wird? Vorausgesetzt der Hund ist mischerbig und bringt beide Chromosomen mit, wobei eines lediglich dominant ist.


Karin & Feenja hat geschrieben:
Dies funktioniert aber nur so lange, wie sich nicht veranlagungsbedingt ein M-Chromosom an die Schaltstelle setzt und diese damit überbrückt bzw. einen Kurzschluß in den interaktiven Nervenbahnen auf neuronuklearer Basis verursacht. (M-Chromosom = Kurzbezeichnung für Maus-Chromosom).
Das hätte zur Folge, dass der jeweilige Hund in einer Konfliktsituationen ein Problem mit dem Erkennen des Sinns der Fährtensuche bekommt. Erfahrene HF sagen dazu auch "Mäuschenfangen". Die dabei gezeigten Sprünge sind biozyklonisch nicht unterdrückbare Übersprungshandlungen.


Beschränken sich derartige Übersprungshandlungen ausschließlich auf Sprünge? (noch nie gesehen) Oder kann das auch andere Formen annehmen? Wenn ja, welche?


Bin leicht verwirrt und hoffe auf Antwort.

Gruß, Regina


Mi 27 Jun, 2012 14:36
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Registriert: Mi 01 Aug, 2007 23:58
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Regina, ich glaube, man sollte den Beitrag nicht zu ernst nehmen :mrgreen:

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Gruß Bettina


Mi 27 Jun, 2012 14:56
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