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 FRage an die Fortgeschrittenen 
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Registriert: So 23 Mai, 2010 10:25
Beiträge: 22
hallo, bin momentan in einer Sackgasse.
Folgendes:
Habe mit meinem Hund dieses Jahr bis Anfang Mai einige ( 2 - 3 ) Fährten pro Woche gesucht.
War mit der Leistung ganz zufrieden und habe zuletzt im Training eine FH 1 Fährte und eine FH 2 Fährte gesucht. ( Auch im grünen Bereich )
Habe dann ca. 10 - 14 Tage pausiert weil die Wiesen zu hoch wurden.
In den letzten 2 Wochen habe ich wieder angefangen. Sehr kurze Wiese mit kahlen Stellen, teilweise Spuren drin und teilweise erst vor ein paar Tagen beschüttet ( Gülle ).
Und was soll ich sagen mein Hund hat anscheinend das Fährten verlernt.
Immer das selbe Bild: Die ersten 30 Meter sucht er noch mit teifer Nase, dann schert er nach rechts oder link aus, faselt, kommt nach einem Nein wieder zurück auf die Fährte um sie dann spätestens nach dem ersten Winkel ganz zu verlassen.
Habe auch das Gefühl als ober er von Anfang an sozusagen parallel zu Fährte, knapp daneben, suchen würde.
Kann mir jemand weiterhelfen. Bin absolut ratlos.
LG Thomas


Fr 28 Mai, 2010 20:37
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Registriert: Di 31 Dez, 2002 19:30
Beiträge: 1885
Also mir sind das bis dato zu wenig Informationen - nicht nur hier aus vollkommen fremder Sicht, sondern auch in dem Falle wo ich HF wäre.
Du musst ja selber erstmal sehen woran die Ursache liegen könnte um passend zu reagieren. Von Nicht-wollen bis Nicht-können reicht ja der ganze Spielraum, und so aus der Hüfte hätte ich noch nicht das Gefühl "richtig" zu entscheiden und das dann auch durchzuziehen.

Also könnte es einerseits sein, dass Du Deinen Hund überfordert hast mit dem bereits geleisteten Pensum?
Wenn der Hund sich plötzlich dödelig anstellt muss man auch immer an gesundheitl. Einschränkungen denken - bist Du sicher, dass er durch die Gülle nichts abgekommen hat?
Und abschliessend wäre es nicht unnormal, dass ein Hund die ersten Male nach "normalen" Gelände auf kurzer, trockener Wiese mit Flecken usw. richtig Probleme hätte. Hier müssen die Hunde ja hochkonzentriert suchen, weil sie sonst sofort weg sind von der Fährte - das kann sein, dass der Hund sich da erst (wieder) dran gewöhnen muss, wenn das Gelände vorher deutlich einfacher war. So ähnlich wie oft bei der Umstellung auf Wiese zu Acker. Hast Du so ein Gelände überhaupt schon mal früher mit dem Hund gesucht? Kennt er und beherrscht er ansich sowas?

Ich würde mal mit kürzeren, einfacheren Fährten anfangen, auch ggf. mal eine Testfährte auf bekannten,einfachen Gelände, um zu sehen ob es ein gesundheitl. Problem ist, ein Ausbildungsproblem oder einfach "Gewöhnungssache".
Danach müsstest Du es besser eingrenzen können um passend zu reagieren.

tschau juschka


Fr 28 Mai, 2010 20:57
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Registriert: Mi 01 Aug, 2007 23:58
Beiträge: 2102
Wohnort: Kempen, NRW
Wernn die gemähte Wiese so ist wie ich sie mir vorstelle, dann ist das Gelände hammerschwer, und Dein Hund vermutlich überfordert. Sowas ist mit dem simplen Wiesen die Du vorher abgesucht hast, nicht mehr zu vergleichen.

_________________
Gruß Bettina


Sa 29 Mai, 2010 00:26
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Registriert: So 04 Mai, 2008 17:40
Beiträge: 373
Zitat:
Und was soll ich sagen mein Hund hat anscheinend das Fährten verlernt.


hallo thomas,

denk mal nach wann dein hund das letzte mal SO ein gelände gesucht hat ?
wahrscheinlich irgendwann letztes jahr im spätherbst als die letzten wiesen gemäht wurden oder ?!

ich selbst war mit den hunden nach dem winter erst im acker, dann in den wiesen die vom winter noch standen (die sind aber nicht kurz gemäht gewesen sondern noch vom herbst her halbhoch gewesen) und anschl. in den hoch gewachsenen wiesen, weil ich prüfungen in hoher wiese anstehen hatte. nun haben die bauern vor einer woche bei uns gemäht und ich war die ersten male auf kurz gemähter wiese...
meine hunde suchen super, ABER auch sie mußten sich auf die GELÄNDEUMSTELLUNG erst wieder einstellen, und das obwohl der große voll im suchen drin war, schon 3 prüfungen sogar dieses jahr schon gesucht hat !

überforderung nenne ich sowas nicht gleich. der hund kann ja im grunde das level bewältigen so wie du es beschreibst, auch schon fh1 und 2 gesucht hast. NUR gebe ihm jetzt etwas zeit sich auf die veränderten anforderungen einzustellen. das heißt nicht das er nicht ordentlich suchen soll !
bei solchen fährten bin ich einen halben meter hinter dem hund. und das von anfang bis ende, damit ich erstens genau sehe was er macht und ich ihn auch gut halten kann damit er nicht zu weit von der fährte abkommt.
- kommt der hund von der fährte ab ermahne ich mit "aufpassen"
- sucht der hund nicht mit tiefer nase gibts ein scharfes kommando "such"
- geht er über den winkel halte ich ihn einen schritt drüber bis er sich im winkel eingesucht hat
- wichtig, sobald der hund sich dann verbessert hat, wieder auf der fährte ist, tief sucht, den winkel genommen hat VIEL, VIEL über die stimme loben, damit er sieht was ist falsch, was richtig

GANZ WICHTIG ist bei kurzer wiese das du selber weißt wo die fährte liegt !!!
das hier:
Zitat:
Habe auch das Gefühl als ober er von Anfang an sozusagen parallel zu Fährte, knapp daneben, suchen würde
geht garnicht thomas. wenn der hund gut suchen soll MUßT du ihn ggf. korregieren können. das geht NUR wenn du den fährtenverlauf genau weißt...

viel spaß und erfolg, gruß tom


Sa 29 Mai, 2010 03:23
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Registriert: So 23 Mai, 2010 10:25
Beiträge: 22
Erst mal Danke für die Antworten. Werde wohl wieder ein bißchen zurück gehen müssen.
Richtig ist sicherlich, dass ich den Fährtenverlauf genau kennen muß, um richtig führen zu können; was bei den Verhältnissen garnicht so leicht ist.
Als ich schrieb, dass sie parallel zur Fährte sucht, dachte ich, dass das vielleicht daran liegt, das die vom Fährtenleger
" abfallenden" Kleinteile nicht direkt auf der Fährte sind, sondern daneben. Wurde mir so zumindest bei einem Fährtenlehrgang so vermittelt.
Da dachte ich jetzt so für mich, dass der Hund, also meine Hündin, sich vielleicht an diesen Duftstoffen orientiert und den schwachen Geländegeruch aussen vor läßt.


Sa 29 Mai, 2010 07:28
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Registriert: So 04 Mai, 2008 17:40
Beiträge: 373
eher unwahrscheinlich !

die teilchen liegen ja AUCH auf der fährte, nicht nur daneben. und der verletzungsgeruch am boden ist wesentlich stärker wie die eher zu vernachlässigenten teilchen des fährtenlegers...

bei gemähter wiese muß ein hund sich echt RICHTIG anstrengen, weil er einmal die augen nicht zur unterstützung nehmen kann, was sie bei sichtfährten schon machen.
und zum zweiten ist das geruchsfeld viel schwächer, das brauch richtig konzentration und einsatz vom hund.
und GENAU DAS mußt du ausbilden mit zuckerbrot und peitsche !!!

ich lege z.b. bei schweren fährten früh einen gegenstand (zwischen 50 und 80 schritt) damit der hund da schonmal erste bestätigung findet für gute arbeit am ansatz und erste gerade...


Sa 29 Mai, 2010 08:03
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